Schlüssel in einer Türe, © Symbolfoto

1000 Euro und mehr: Meldungen über Abzock-Schlüsseldienste häufen sich

In der Region gibt es immer häufiger Meldungen über Schlüsseldienste, die mit vollkommen überzogenen Wucherpreisen versuchen ihre Kunden in Notsituationen abzuzocken. So gab es Anzeigen in Penzberg, Wolfratshausen und Bad Tölz, weil diese dort viel zu hohe Rechnungen über 1000 Euro stellten. 

 

Zu dem Wucher durch einen Schlüsseldienst war es zum Beispiel vergangene Woche in Wolfratshausen gekommen. Eine 58-Jährige beauftragte einen Schlüsseldienst, nachdem sie sich ausgesperrt hatte. Im Internet fand sie eine Anzeige für einen Schlüsseldienst und engagierte diesen. Für seine Tätigkeit verlangte er noch vor Ort 1.066 Euro. Die Wolfratshauserin wurde stutzig und rief ihren Versicherungsagenten an. So baute der Monteur das beschädigte Schloss wieder ein und verlangte dennoch 412,- Euro. Letztlich erklärte sich die 58-Jährige bereit die Summe zu begleichen. Die Polizei ermittelt nun gegen den Dienst.

 

In Bad Tölz wurde ein 70-jähriger Rentner bereits im vergangenen Jahr Opfer eines betrügerischen Schlüsseldienstes, erstattete aber erst jetzt Anzeige, weil eine vereinbarte Übergabe von Ersatzschlüsseln nicht erfolgte. Auch er hatte nach einer Internet-Suche einen Schlüsselnotdienst beauftragt. Dieser überzeugte den Geschädigten zum Wechsel des Schließzylinders mit sechs Extraschlüsseln. Den Gesamtpreis von 1759 Euro bezahlte er vor Ort mit seiner EC-Karte.

 

 

Mit derselben Masche wurden in den letzten Tagen bereits andere Personen in Wolfratshausen, Bad Tölz und Penzberg in ihrer Notlage über‘s Ohr gehauen. Auch im Dezember hatten wir über ein Schlüsseldienst berichtet, der zunächst 2100 Euro und dann auch noch 50 Euro als Trinkgeld forderte, „damit er auch etwas verdiene“.

 

Um solche Abzocke zu vermeiden, rät die Polizei deshalb einen ortsansässigen Schlüsseldienst, welcher durchaus auch Tag und Nacht erreichbar ist, zu beauftragen und vorher einen Festpreis zu vereinbaren.

 

In vielen Fällen war auch immer wieder eine Vermittlungsfirma aus Essen beteiligt. Es empfiehlt sich deshalb auch immer ein Blick ins Impressum auf den jeweiligen Internetseiten.