Symbolfoto: Lehrer mit Schülern an der Tafel, © Symbolfoto: Lehrer mit Schülern an der Tafel

12-Jähriger verbreitet Sex-Gerücht – Schulverweis

Weil er das Gerücht, dass eine Lehrerin mit einem Schüler geschlafen haben soll, weitertratschte, flog David von der Schule. Nach Angaben des Direktors zeigte der Junge keine Reue. Die Eltern klagen nun vor dem Verwaltungsgericht.

 

München – Im April letzten Jahres ging das Gerücht herum, dass eine Lehrerin des Gymnasiums mit einem Oberstufenschüler das Bett teile. Der 12 Jahre alte David tratschte dieses Gerücht weiter und flog von der Schule. An diesem Dienstag ging das ganze vor das Verwaltungsgericht.
Innerhalb von nur wenigen Tagen hatte sich das Gerücht auf der gesamten Schule rumgesprochen. Das Sex-Gerücht der jungen Lehrerin war Thema Nummer Eins auf der Schule. Als dann noch angebliche Nacktfotos der Lehrerin kursierten, wurde David für das Gerücht verantwortlich gemacht.

 

David reuelos?

„Dabei hatte seine Klassenlehrerin ihn sogar gebeten, ihr zu sagen, was er gehört hat“,  so der Vater laut eines Berichts der tz. Das tat David. Sein Vater wirft der Schule nun vor, seinen Sohn stundenlang wie einen Verbrecher verhört zu haben. Der Direktor der Schule, Bernd Hieronymus, wirft David „schweres Fehlverhalten vor“.

 

 

Weil er den Unterricht bereits zweimal massiv störte, kassierte David schon Verweise von der Schule. Der Anwalt, der David und seine Eltern vor dem Verwaltungsgericht vertritt, beklagt, dass der Familie keine Chance gegeben wurde, den Elternbeirat hinzuzuziehen. Der Direktor hingegen behauptet, David habe keine Reue gezeigt, sonst wäre es bei einer Androhung geblieben.

 

 

Stripperin in der selben Schule
Wieder steht das Luitpold-Gymnasium im Fokus derartiger Vorwürfe. Erst Ende letzten Monats machte die Schule im Lehel in den Medien auf sich aufmerksam. Hier übergingen die Schüler einfach die Vorgaben Hieronymus‘ und sorgten so für große Aufregung. So buchten die Abiturienten eine Stripperin, die willige Schüler in ihre Show miteinbezog. Während draußen der normale Abistreich weiter vonstatten ging, flogen drinnen die Kleider. Hieronymus nahm’s gelassen.

 

(jh)