© Der Münchner Eisbach -  Foto:  Dirk Schiff/Portraitiert.de

13 Bäume am Eisbach sollen gefällt werden

Am Eisbach sollen aufgrund einer Straßensanierung 13 Bäume gefällt werden. Der Bund Naturschutz in Bayern e.V. ist gegen diese Maßnahme.

 

Die Prinzregentenstraße über dem Eisbach soll saniert werden. Während der achtmonatigen Bauphase soll der Verkehr trotzdem uneingeschränkt auf sechs Spuren fließen können, weshalb 13 Bäume entlang der Straße gefällt werden sollen.

 

Der Bund Naturschutz in München zeigt sich empört über diese Maßnahme. „Bei diesen Planungen wird wieder einmal deutlich, dass Bäume im öffentlichen Raum für die Planer keine Rolle spielen“, sagt der Vorsitzende Christian Hierneis. Es sei von der Stadt München unverantwortlich, dort Bäume zu fällen, da sie zur Anpassung an den Klimawandel dringend benötigt werden, so Hierneis weiter.

 

Durch Nachverdichtung und andere Bauamaßnahmen gehen in München jährlich 2.500 Bäume verloren, laut Bundnaturschutz. Baumnachpflanzungen, wenn sie überhaupt stattfinden, können ältere Bäume außerdem erst in ferner Zukunft ersetzen. „Der Schutz der Bäume, welche die grüne Lunge unserer Stadt sind, muss oberste Priorität haben“, so Hierneis. Der Vorsitzende des Bund Naturschutzes in München hätte sich außerdem gewünscht, von einem solchen Eingriff schon vorab informiert worden zu sein und dies nicht erst aus der Presse zu erfahren.

 

Auch die FDP-Stadtratsfraktion ist gegen die Fällung der Bäume und hat daher einen Antrag gestellt, während der Baumaßnahmen die Straße auf vier Spuren zu verringern, um so die alten Bäume erhalten zu können. Ob dieser Widerstand allerdings Wirkung zeigt, bleibt abzuwarten.