30.000 Unterschriften – München soll Produkte aus artgerechter Tierhaltung beziehen

30.000 Unterschriften von Münchner Bürgerinnen und Bürgern für artgerechte Tierhaltung: Gestern wurde die Liste der Unterstützer an Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter übergeben. Die Unterzeichner fordern einen respektvollen Umgang mit Mensch und Tier und eine nachhaltige Landwirtschaft.

 

 

Kommende Woche wird im Münchner Stadtrat über die Beschlussvorlage zum Thema „Artgerechte Tierhaltung“ entschieden. Es geht dabei um die Entscheidung, in welchem Umfang die Stadt München in ihrem Wirkungskreis – von städtischen Kantinen bis zu Empfängen im Rathaus – Produkte aus artgerechter Tierhaltung einsetzt.

 

 

Die 30.000 zusammengetragenen Unterschriften zeigen deutlich, wie viele Menschen aus und um München das Aktionsbündnis „Artgerechtes München“ mit ihrer Stimme unterstützen. Sie alle wollen, dass die Landeshauptstadt möglichst komplett Produkte aus artgerechter Tierhaltung einsetzt, sei es bei kleinen oder auch großen Veranstaltungen, in Mensen, Kantinen, auf Volksfesten und Co.

 

Namhafte Vertreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft, über 170 Künstlerinnen und Künstler, mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Medizinerinnen und Mediziner, über 80 Verbände sowie 150 Unternehmen unterstützen die Aktion.
 
Mit der Übergabe der zahlreichen Unterschriften an Oberbürgermeister Dieter Reiter und der Aufstellung der Kunstinstallation „Alles hat ein Ende … (nur die Wurst hat keins)“ will das Aktionsbündnis die Politik aufrütteln. Noch dazu möchte es damit seine Forderung nach mehr Engagement für den Gesundheits-, Umwelt- und Tierschutz untermauern.

 

 

Generelles zum Aktionsbündnis „Artgerechtes München“

 

Das Aktionsbündnis wurde im Mai 2015 vom Tollwood-Festival initiiert. Ziel des Bündnisses ist, dass sich die Landeshauptstadt München per Stadtratsbeschluss dazu verpflichtet, in ihrem Wirkungskreis zukünftig nur noch Produkte einzusetzen und zu erlauben, die nachweislich aus artgerechter Tierhaltung stammen. Dies sollte bestenfalls alle städtischen Kantinen, Einrichtungen, Krankenhäuser und Kultureinrichtungen betreffen.

 

Weitere Informationen gibt es unter www.artgerechtes-muenchen.de

mm