Schloss Neuschwanstein im Winter, © Schloss Neuschwanstein im Winter - Bild: Andreas Bedity Photography

43 Millionen für Bayerns Schlösser

Nicht nur Schloss Neuschwanstein ist ein Besuchermagnet für Touristen aus aller Welt. Auch andere Sehenswürdigkeiten locken Interessierte in den Freistaat. Damit das auch so bleibt, soll nun investiert werden.

 

Mehr als 43 Millionen Euro soll dieses Jahr in die Instandhaltung und Restaurierung von Bayerns Schlösser gesteckt werden. Dabei soll der Fokus laut Heimatminister Markus Söder (CSU) auf die Restaurierungsarbeiten in der Residenz gelegt werden.

 

In Anbetracht der Besucherzahlen scheint das Geld gut investiert zu sein. So haben im Jahr 2015 mehr als fünf Millionen Menschen die Sehenswürdigkeiten im Freistaat besucht – rund 10.000 mehr als im Vorjahr. Dabei erfreut sich das Schloss Neuschwanstein mit rund 4.000 Besuchern pro Tag und mehr als 1,52 Millionen Besuchern im Jahr nach wie vor der größten Beliebtheit. Doch auch die Residenz in München wurde oft besucht. So kamen im vergangenen Jahr mehr als 300.000 Gäste, um den Prunkbau zu besichtigen. Doch nicht nur die Gebäude selbst locken die Besucher. So konnten laut Söder „durch viele erfolgreiche Veranstaltungen die Besucherzahlen mehr als verdoppelt werden“.

 

Die zahlreichen Touristen spülen natürlich auch Geld in die Kassen der Schlösserverwaltung, wobei sich hier ein leichter Verlust zum Vorjahr abzeichnet. So wurden im vergangenen Jahr 63,8 Millionen Euro erwirtschaftet, 2,8 Millionen Euro weniger als noch im Jahr 2014. Zurückzuführen ist dieser Rückgang dem Heimatministerium zufolge auf geringere Mieteinnahmen.

 

 

Trotzdem plant die Schlösserverwaltung in die Sehenswürdigkeiten zu investieren. So wird die Wiederherstellung der „gelben Treppe“ , dem ehemaligen Hauptzugang zu den königlichen Appartements in der Münchner Residenz, sechs Millionen Euro kosten. Die Hälfte der Summe trägt hier eine Stiftung. Außerdem sollen Renovierungsarbeiten im Opernhaus Bayreuth und im Schloss Neuschwanstein vorgenommen werden – damit die bayrischen Sehenswürdigkeiten auch von künftigen Generationen bestaunt werden können.