Der Zoll am Münchner Flughafen hat Khat beschlagnahmt, © 450 Kilogramm Khat beschlagnahmt. Rechte: BFV/Zoll

450 Kilogramm Khat am Flughafen beschlagnahmt

Die unglaubliche Menge von 450 Kilogramm Khat haben Zöllner am Flughafen München in der vergangenen Woche beschlagnahmt. Die afrikanische Khatpflanze wird gekaut und erzeugt dadurch eine berauschende Wirkung.

 

Bei den einzelnen Aufgriffen handelte es sich jeweils um Mengen zwischen 35 – 45 Kilogramm der pflanzlichen Droge, die verschiedene Staatsangehörige versuchten, über Ägypten nach Deutschland zu schmuggeln.

 

„Die Männer probierten, das Khat sowohl im frischen als auch getrockneten Zustand in ihrem Gepäck zu verstecken.“, so Marie Müller, Pressesprecherin des Hauptzollamts München. Doch da hatten die Männer die Rechnung ohne den Münchner Zoll gemacht. Bei Kontrollen stellten die Zöllner das Rauschmittel fest.

 

In den jeweiligen Verfahren wurden Strafverfahren eingeleitet und zur weiteren Bearbeitung an die Staatsanwaltschaft übergegeben. Das Khat wurde beschlagnahmt und im Anschluss vernichtet, da Einfuhr, Besitz und Handel dieser Droge in Deutschland verboten sind.

 

 

Zusatzinformation:

Die afrikanische Khatpflanze wird gekaut und erzeugt dadurch eine berauschende Wirkung, da die Blätter beim Kauen den anregenden Stoff Cathinon in die Mundschleimhaut abgeben. Ähnlich wie beim Koffein regt der Wirkstoff den Kreislauf an, außerdem wird Hungergefühl gemindert. Unter den Namen Khat, Qad, Qat und anderen Bezeichnungen werden die Blätter und jungen Triebe der Pflanzen im Jemen und in Teilen Afrikas als Alltagsdroge gehandelt. Das Betäubungsmittel macht psychisch abhängig und kann massive gesundheitliche Schäden hervorrufen.