Ecclestone-Prozess vor Entscheidung

Der Bestechungsprozess gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone steuert möglicherweise auf eine Entscheidung zu. Das Landgericht München teilte am Freitag mit, dass die für den kommenden Dienstag und Mittwoch geplanten Zeugenaussagen abgesagt worden seien, die Verhandlungen aber dennoch stattfinden würden.

Zu den Gründen machte das Gericht keine Angaben, wies aber darauf hin, dass sich die Planungen wieder ändern könnten. Unklar ist deshalb, ob kommende Woche eine Einigung zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht über eine Einstellung des Verfahrens gegen Auflagen zustande kommen könnte. Die Anwälte von Ecclestone hatten am Dienstag überraschend einen entsprechenden Vorschlag gemacht.

 

Die Anklage hatte Ecclestone vorgeworfen, Ex-BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky, beim Verkauf der Formel-1-Mehrheit vor acht Jahren mit 44 Millionen Dollar bestochen zu haben. Er habe damit Einfluss auf den Besitzer der Formel 1 nehmen und seinen Job an der Spitze sichern wollen. Ecclestone hat das bisher immer zurückgewiesen und erklärt, sich von Gribkowsky bedroht gefühlt zu haben.

 

Der Prozess wird erst Dienstag nächster Woche fortgesetzt.

 

make/dpa