Stadion TSV 1860 München, © Löwenfans im Stadion

Abstieg in die dritte Liga – Wer trägt Schuld am 1860-Debakel?

Aus und vorbei: Nach 90+15 Minuten ist der Abstieg der Löwen in die dritte Liga besiegelt. Besonders bitter: Randalierende Löwen-Fans verwandeln das Relegationsspiel vor 62.200 Zuschauern in der Allianz-Arena in das Skandal-Match der Saison: Sitzschalen und Fahnenstangen fliegen in Richtung gegnerisches Tor. Das Spiel muss daraufhin ganze 13 Minuten unterbrochen werden. Am Tag danach stellt sich vor allem eine Frage: Wer trägt Schuld am Löwen-Abstieg?

 

 

 

Das ist ohne Zweifel äußerst bitter für die Löwen: 35 Jahre nach dem Zwangsabstieg des TSV 1860 und nach 13 Jahren in Liga zwei, spielt der Traditions-Verein aus Giesing ab nächster Saison drittklassig. Im Relegationsspiel gegen Jahn Regensburg haben sich die Löwen nicht gerade mit Ruhm bekleckert und ein eher schlechtes Fußballspiel abgeliefert (0:2).  Die weitaus größere Schande aber war die Reaktion einiger Löwen-„Fans“ auf die Niederlage der Heimmannschaft in München.

 

In der 82. Minute musste das Spiel beinahe abgebrochen werden. Randalierende Löwen-Anhänger stimmten in der Nordkurve aggressive Fan-Gesänge gegen die eigenen Spieler und den Investor der 60er, Hasan Ismaik, an („Wir sind Löwen und ihr nicht!“ und „Scheiß Scheich!“). Einige Fans stiegen auf den Absperr-Zaun, rissen Sitzschalen aus der Verankerung und schleuderten diese nebst Fahnenstangen auf das gegnerische Tor.

 

Polizisten müssen Fans in der Nordkurve in der Allianz Arena zurückhalten

 

Eine Hundertschaft an Polizei und Sicherheitspersonal rennt aufs Spielfeld und versucht in mehrreihiger Mauer-Aufstellung die tobende Meute unter Kontrolle zu bringen (Foto). Der Schlusspfiff um kurz nach 20 Uhr – schon fast eine Erlösung.

 

Damit endete der Abstieg der Löwen mit der „Blauen Schande von Fröttmaning“. Am Tag danach sind die Gemüter der Fans immer noch erhitzt. Geschäftsführer der Löwen, Ian Ayre, ist zurückgetreten, ebenso wie Löwen-Präsident Peter Cassalette. Doch wer trägt die Schuld am Löwen-Abstieg?

 

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Peter Casalette sprach noch im Januar mit muenchen.tv Chefredakteur Jörg van Hooven über die Zukunft des Vereins.

 

 

 

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