Afghane mit gefälschtem Pass – Bundespolizei deckt Schleusung auf

Bei einer Einreisekontrolle am Münchner Flughafen haben die Bundespolizisten im Terminal 2 einen afghanischen Staatsangehörigen vorläufig festgenommen, weil er sich mit einem gefälschten spanischen Reisepass ausgewiesen hat.

Die Beamten nahmen den Mann mit zur Wache und zeigten ihn wegen Urkundenfälschung, unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts an.

Bei der Vernehmung erzählte der Mann, er habe schon mal für sechs Jahre als Asylbewerber in Norwegen gelebt, bevor er dann im November 2009 nach Afghanistan zurückkehren habe müssen. Weil er von den Taliban bedroht worden sei, habe er sich an einen Schleuser gewandt, der ihn nach Europa – genauer gesagt nach Hamburg zu seiner Tante – bringen sollte.

Der Mann kam aus Dubai und wollte über München nach Barcelona fliegen.

Er habe sich mit dem namenlosen Afghanen in einem Einkaufszentrum getroffen, wo er gegen Bezahlung von 20.000 US-Dollar den gefälschten spanischen Pass und „Reisetipps“ erhalten habe.

Zur Sicherung des Strafverfahrens musste er bei den Bundesbeamten 560 Euro hinterlegen.

Der Afghane bat um Asyl. Deshalb übergab die Bundespolizei den 41-Jährigen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das über seinen Asylantrag zu entscheiden hat.

 

cb