© Symbolfoto: Loewe Fernbedienung

Aiwanger stellt Loewe Finanzierungshilfe in Aussicht

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) stellt Hilfe des Freistaats für die Rettung des insolventen Fernsehherstellers Lowe in Aussicht – unter der Bedingung, dass sich ein Investor findet: «Wir tun alles Machbare, um den Beschäftigten zu helfen», sagte Aiwanger am Donnerstag auf Anfrage. «Bayern will diesen Betrieb nicht verlieren.» Die neuerliche Insolvenz von Loewe sei für die Beschäftigen und ihre Angehörigen sowie für die Region Kronach ein harter Schlag. «Bereits frühzeitig haben wir signalisiert, wie 2013 jederzeit für Gespräche über mögliche Finanzierungshilfen zur Verfügung zu stehen.» Damals hatte Loewe die erste Insolvenz überstanden.

 

Voraussetzung für staatliche Hilfen sei aber immer ein überzeugendes und nachhaltiges Zukunftskonzept eines Investors und seine Bereitschaft, sich finanziell zu engagieren. «Mein Angebot für solche Gespräche gilt unverändert», sagte Aiwanger.

 

Das Amtsgericht Coburg hatte am Montag den Bayreuther Rechtsanwalt Rüdiger Weiß zum vorläufigen Insolvenzverwalter des oberfränkischen Traditionsunternehmens mit seinen gut 400 Mitarbeitern bestellt. Loewe ist das Geld ausgegangen, da das Unternehmen Verluste schreibt und sich kein Geldgeber für einen Notkredit in Millionenhöhe fand. Am Wochenende soll der Betrieb eingestellt werden. Weiß ist aber weiter auf der Suche nach einem Investor. An diesem Freitag will IG Metall-Bezirksleiter Johann Horn mit Aiwanger ein Gespräch über die Lage bei Loewe führen.

dpa