Alternativer Medienpreis für Bayerischen Flüchtlingsrat

Der Alternative Medienpreis geht in diesem Jahr an Matthias Weinzierl und den Bayerischen Flüchtlingsrat. Wie die Stiftung Journalistenakademie am Donnerstag mitteilte, greife sein „Hinterland-Magazin“ Themen abseits des Mainstreams kritisch auf.

 

Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch erhalten den zweiten Preis für ihren Beitrag zur fehlenden Entschädigung von Euthanasie-Opfern. Der Sonderpreis Medienkritik geht an Rita Vock, die für das DeutschlandRadio eine Webseite aus „vergessenen Nachrichten“ gebaut hat. Der Auszeichnungen werden am 22. Mai in Nürnberg verliehen. Neun Gewinner erhalten dabei insgesamt 4500 Euro Preisgeld. Knapp 180 Bewerber gab es in diesem Jahr.

 

Mit dem Alternativen Medienpreis werden seit 16 Jahren Journalisten geehrt, die Themen mit neuen Ansätzen oder medienübergreifend behandeln. Ausdrücklich erwünscht seien Beiträge, die gesellschaftliche Missstände kritisch durchleuchten und Themen aufgreifen, die von den großen Medien vernachlässigt werden.

 

 

„Main-Echo“ und „taz“-Journalistin gewinnen Medienpreis der Kirche

 

Die Tageszeitung „Main-Echo“ und die „taz“-Journalistin Gabriela Keller haben den Print-Medienpreis der evangelischen Landeskirche gewonnen. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 2500 Euro dotiert, wie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern am Freitag mitteilte. Keller wird für eine Reportage geehrt, in der sie berichtet, wie in Bautzen Anwohner auf ein neues Asylbewerberheim reagieren und was das bei den Flüchtlingen auslöst. Das „Main-Echo“ habe mit einer mehrteiligen Serie zum Thema Asyl ein „überzeugendes Beispiel“ geliefert, wie eine Regionalzeitung engagiert und professionell aus verschiedenen Blickwinkeln das Leben von Flüchtlingen auf lokaler Ebene darstellen könne.

 

Thema des Preises war in diesem Jahr „Hoffnung Europa – Flucht und Vertreibung: Eine neue Herausforderung für einen alten Kontinent“. Verliehen werden die Auszeichnungen am 21. Mai von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in Nürnberg.

 

 

rg / dpa