Am Königssee verunglückte Bobfahrerin bekommt mehr als eine halbe Million Schmerzensgeld

Eine beim Eurocup-Training in Königssee verunglückte russische Bobfahrerin bekommt vom deutschen Bob- und Schlittenverband (BSD) 650 000 Euro Entschädigung. Die seit dem Unfall vor vier Jahren behinderte Sportlerin hat sich mit dem BSD auf diese Summe vor dem Münchner Oberlandesgericht geeinigt.

 

Die damals 21-Jährige und ihre Pilotin hatten im November 2009 beim Training Starterlaubnis für ihren Bob bekommen, obwohl der Bob der Männer bereits unterwegs war. Es kam zu einem Zusammenstoß, bei dem die Sportlerin schwerste Verletzungen erlitt. Sie sitzt seither im Rollstuhl und muss sich nach Angaben ihres Anwalts noch mehreren Operationen unterziehen. Ihren Anspruch auf Schadenersatz und Schmerzensgeld hatte das Landgericht Traunstein in erster Instanz grundsätzlich bejaht, aber noch nicht beziffert.

 

dpa / lby