Bundespolizei im Einsatz, © Foto: Bundespolizei

Ausraster wegen Absperrung am Hauptbahnhof – Passanten beleidigen Beamte

Auch für die Bundespolizei an den Bahnhöfen war es ein Einsatzstarkes Wochenende. Wegen des Amoklaufs am Freitag wurde der Hauptbahnhof gesperrt, weswegen zwei Passanten ausrasteten. Am Sonntag dann täuschte ein Kosovare vor, eine Waffe zu haben.

 

An diesem Wochenende wurden die Beamten der Bundespolizei gleich mehrmals angegriffen. Selbst am Freitagabend/Samstagmorgen, mitten in der Aufregung rund um die Sperrungen des Hauptbahnhofes wegen des Amoklaufs. Gegen 23:30 Uhr versuchte ein mit 2 Promille Alkoholisierter eine Absperrung zu durchbrechen. Erst beleidigte der 29-Jährige aus dem Landkreis Dachau die Beamten, dann kam er einem Platzverweis nicht nach. Als dieser zwangsweise durchgesetzt werden sollte, widersetzte er sich bei den Folgemaßnahmen. Nach der Festnahme klagte er über gesundheitliche Probleme, lehnte dann aber die Mitnahme in einem Rettungswagen ab.

 

Der zweite Fall ereignete sich gegen 00:05 Uhr. Ein 24jähriger Pole (Atemalkohol: 3,22 Promille) durchbrach am Hauptbahnhof eine Absperrung. Als er zurückgedrängt und des Platzes verwiesen wurde, beleidigte er die Beamten. Dann bespuckte er Einsatzkräfte und einen mitgeführten Diensthund und riss das Absperrband herunter.

 

Und auch am Sonntagmorgen kam es zu einem Übergriff auf die Beamten der Bundespolizei. Am Ostbahnhof machte ein 22-jähriger Kosovare mit den Worten: „Baretta“ und der Geste, sein T-Shirt hochzuziehen, Einsatzkräfte mit der Andeutung eine Waffe zu haben, auf sich aufmerksam. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde keine Waffe gefunden. Dafür versuchte der mit 0,92 Promille alkoholisierte Kosovare mit seinem Ellenbogen in Gesichter von Beamten zu schlagen. Bei der Mitnahme zur Dienststelle wehrte er sich heftig und versuchte auch mehrere Kopfstöße in Richtung der Einsatzkräfte zu setzen.

 

Bei den Widerstandshandlungen wurden keine Beamten verletzt; lediglich die Armbanduhr eines Bundespolizisten beschädigt. Gegen die Männer wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.