Angeklagter bestreitet Fälschung tausender Monatskarten

Wegen Fälschung tausender Monatskarten des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) im Wert von weit mehr als einer halben Million Euro muss sich ein Mann seit Dienstag vor dem Münchner Landgericht verantworten.

 

Laut Anklage hatte sich der Gelegenheitsarbeiter echte Fahrkartenrollen beschafft und von September 2010 bis Mai 2011 monatlich bis zu 1300 falsche «IsarCards» im Wert von 54 bis 153 Euro produziert. Zum Prozessauftakt bestritt der 43-Jährige das. Er habe allenfalls ein paar Dutzend falsche Fahrkarten einem Bekannten abgenommen und sie an Freunde und Angehörige weitergegeben.

 

Die Staatsanwaltschaft hat ihn wegen Urkundenfälschung angeklagt. Der Schaden für den MVV soll im oberen sechsstelligen Bereich liegen. Der seit neun Jahren in Deutschland lebende Argentinier war als Bauunternehmer gescheitert und hatte einen Offenbarungseid leisten müssen. Zuletzt habe er nur noch gejobbt, sagte der zweimal geschiedene Vater von zwei Kindern, der wegen regelmäßigen Fahrens ohne Führerschein vorbestraft ist. Der Prozess ist auf vier Tage angesetzt.

 

Das Landgericht hat in den vergangenen zwei Jahren bereits zwölf Monatskartenfälscher verurteilt zu Strafen bis zu dreieinhalb Jahren.

 

RG / dpa