© Bei der kontrollierten Sprengung wurden einige Häuser im Mitleidenschaft gezogen. Foto: Berufsfeuerwehr München

Anwohner erinnern sich: Vor einem Jahr wurde die Bombe in Schwabing gefunden

Vor genau einem Jahr, am 27. August 2012, wurde in der Feilitzschstraße eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. An sich nichts ungewöhnliches – in Münchner Baugruben werden häufig solche nicht detonierten Sprengsätze entdeckt und erfolgreich entschärft. Doch nach kurzer Zeit wird allen klar: Diesmal ist es anders. Die Bombe muss gesprengt werden – mitten in Schwabing.

 

Der Stadtteil wird großräumig abgeriegelt, ganz München hält stundenlang die Luft an. Am 28. August gegen 22 Uhr ist es dann soweit: Ein lauter Knall hallt durch die Stadt, gefolgt von einem gewaltigen Feuerball. Fensterscheiben zerbersten, umliegende Häuser fangen Feuer.

 

Besonders die Anwohner erinnern sich auch heute noch an die Stunden vor und nach der Sprengung – und an das Ausmaß der Zerstörung. Damla Sahin, die Mitinhaberin in einem Friseursalon in der betroffenen Gegen ist, befürchtete das schlimmste: „Als wir diesen Knall, diesen Druck, diese Welle gespürt haben und diese Feuerflammen gesehen haben, habe wir gedacht: Es ist vorbei. Die ganze Feilitzschstraße existiert nicht mehr.“

 

Heute, ein Jahr nach dem Bombenfund, erinnert kaum noch etwas an die Explosion. Die letzten Fensterscheiben wurden ausgewechselt, und in der Baugrube entstehen die geplanten Wohnungen. Doch eines bleibt für immer: Die Erinnerung an den 28. August 2012.

 

Am Tag der Sprengung hat münchen.tv in mehreren Sondersendungen live vom Ort des Geschehens berichtet – schauen Sie in unsere Mediathek.

 

mt

Foto: Feuerwehr München

 

 

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