„Arbeit macht frei“: Dachauer Tor wird nachgebildet

Über 3 Monate ist es mittlerweile her, dass das Tor der Gedenkstätte Dachau gestohlen wurde. Die Polizei ermittelt weiter. Doch wie hoch stehen die Chancen, das historische Objekt jemals wieder zu finden? Jetzt soll das Tor nachgebildet werden.

 

Neonazis, Relikt-Sammler – oder einfach Kriminelle aus Leidenschaft? Egal, wer das Tor der KZ-Gedenkstätte Dachau im November 2014 gestohlen hat – bislang konnte die Polizei ihnen nicht auf die Spur kommen. Dass das jetzt, nach so langer Zeit noch passiert, ist eher unwahrscheinlich.

 

 

Jetzt hat der Stiftungsrat eine Entscheidung getroffen. Das Tor soll nachgebildet werden. Die Lücke, die vor der Gedenkstätte seit November klafft, soll geschlossen werden.

 

Diese Entscheidung soll kein Aufgeben sein, kein Eingeständnis an die diebe – die Polizei ermittelt weiter. Das Nachbilden des Toren soll eher symbolischen Charakter haben: Die Diebe sollen nicht triumphieren. „Bis zum Befreiungstag wollen wir das neue Tor haben“, sagte der CSU-Politiker und Stiftungsdirektor Karl Freller der Zeitung Münchner Merkur. Am 29. April jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau zum 70. Mal.

 

Vor wenigen Wochen hatte der Stiftungsrat Bayerischer Gedenkstätten eine drastische Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen beschlossen. Details dazu sehen Sie hier:

 

 

Zu diesem Zeitpunkt war allerdings noch nicht entschieden, ob es tatsächlich eine nachbildung des Tores geben werde.

 

 

jn