Das Logo der Bundesagentur für Arbeit , © Saisonal bedingt leicht mehr Arbeitssuchende in Bayern

Arbeitslosenzahl sinkt in Bayern auf rund 228.000

Goldener Herbst auf dem Arbeitsmarkt: Im Oktober sank die Zahl der Arbeitslosen in Bayern auf knapp 228.000. Probleme gibt es aber trotzdem – und zwar auf dem Ausbildungsmarkt.

 

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Oktober auf knapp 228.000 gesunken. Damit waren etwa 17.500 Menschen weniger erwerbslos als im September, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 3,2 Prozent. „Das ist die niedrigste Arbeitslosenquote in einem Oktober seit knapp 20 Jahren“ , teilte Arbeitsministerin Emilia Müller mit.

 

Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei „erfreulich deutlich“ zurückgegangen, sagte Beier. Nach Angaben des Sozialministeriums waren im Oktober etwa 59 000 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos – etwa 1400 weniger als im September. Im Vergleich zum Vorjahr können wir einen deutlichen Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit von 8,2 Prozent verzeichnen, sagte Müller.

 

„Das ist ein starkes Signal und auch ein Zeichen dafür, dass der stabile Arbeitsmarkt im Freistaat den Flüchtlingszustrom verkraftet.“, so Baier.  Erstmals lägen bei der Arbeitslosenquote alle Regierungsbezirke unter vier Prozent. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit von September auf Oktober sei saisonüblich. Viele junge Menschen fangen im Herbst eine Ausbildung oder ein Studium an und sind damit nicht mehr als arbeitslos gemeldet.

 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht aber vor allem die Entwicklung am Ausbildungsmarkt kritisch – denn es gibt weiterhin viel mehr Lehrstellen als Bewerber. Aktuell sind immer noch rund 12.000 Ausbildungsstellen nicht besetzt. Ihnen gegenüber stehen jedoch nur etwa 1.100 junge Menschen, die noch in diesem Jahr eine Lehre beginnen wollen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg ihre Zahl um fast 30 Prozent.