Aubing: Sich als taubstumm ausgegeben und Geld erschlichen

Ein 18 Jahre alter Rumäne hatsich in einem Supermarkt in Aubing als taubstumm ausgegeben, um von Passanten Geld zu bekommen.

 

Zweimal der gleiche Versuch

Am Montag, den 16. Juni, hat sich der junge Mann in dem Laden in der Stockacher Straße mit einem gefälschten Zertifikat des regionalen Verbandes für Taubstumme und körperlich Behinderte postiert.

Damit versuchte er, von Passanten Geld für ein angebliches soziales Zentrum für taubstumme Menschen zu bekommen.

Wie er das den Menschen kommuniziert hatte, geht aus den polizeilichen Informationen nicht hervor. Gesprochen dürfte er nicht haben.

Wie er es auch geschafft hat, den Menschen weiszumachen, dass er taubstumm ist und Geld für eine soziale Einrichtung sammle: Eine gutgläubige 68 Jahre alte Frau fiel darauf herein und gab dem jungen Betrüger fünf Euro.

Das beobachteten jedoch andere Kunden und riefen geistesgegenwärtig die Polizei, die den Betrüger schnappte.

Überraschenderweise konnte er auf dem Polizeirevier in Pasing dann doch sprechen, wenn auch nur in sehr gebrochenem Deutsch.

Es gibt für den 18-jährigen Rumänen jetzt eine Anzeige wegen Trickbetrugs – und zwar nicht die erste, wie die Polizei feststellen musste:

Zusammen mit einer 19 Jahre alten Frau, die auch aus Rumänien stammt, hatte er den gleichen Trick schon einmal am 29. Mai auf dem Stachus versucht.

Da hatten die beiden mit einer falschen Spendenliste versucht, Geld von Passanten für Taubstumme zu bekommen. Bereits damals waren sie aufgeflogen, als sie von der Polizei kontrolliert wurden.

Wer nicht hören will (oder so tut, als könnte er nicht), muss fühlen…

adc / pol