Auch Hypovereinsbank plant höhere Bonusgrenze

Neben der Deutschen Bank will auch die Hypovereinsbank die Bonus-Grenze für ihre Mitarbeiter hochsetzen. Die italienische Konzernmutter Unicredit hatte sich bereits von ihren Aktionären die Genehmigung erteilen lassen, die Boni maximal auf das Doppelte des Fixgehalts anzuheben. «Wir planen, uns dies auf der Hauptversammlung der Hypovereinsbank ebenfalls formal genehmigen zu lassen», sagte ein Sprecher am Donnerstag in München und bestätigte damit einen Bericht der «Frankfurter Rundschau».

 

Nach neuen gesetzlichen Regeln dürfen Boni für die sogenannten Risikoträger in Banken seit diesem Jahr nur noch maximal so hoch sein wie das Grundgehalt eines Mitarbeiters. Mit Zustimmung der Hauptversammlung darf diese Bonusgrenze verdoppelt werden. Dadurch haben Banken die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter bei guten Zahlen besser zu entlohnen, ohne das Grundgehalt anheben zu müssen.

 

Die Hypovereinsbank ist damit die dritte Bank aus Deutschland, die diese Regelung nutzen will.

 

Kritik kam bereits in der Vergangenheit auf. Großbanken zahlten auch bei schlechten Ergebnissen überzogene Boni an die Top-Manager aus. Begründet wurde dies mit Abwerbungsversuchen der Konkurrenz.

 

rg / dpa