Die Pasinger Moschee, © Die Pasinger Moschee

Aus für geplantes Islamzentrum in München

Mehrmals war die Frist bereits verschoben worden. Jetzt musste das MFI zugeben, dass das nötige Geld für das Grundstück für das lang geplante Islamzentrum nicht zusammengekommen ist. Das bedeutet wohl erst einmal das Ende der Pläne.

 

Seit mehr als zehn Jahren wird über den Bau eines Islamzentrums in München diskutiert.  Jetzt hätte es endlich so weit sein sollen. Die Stadt hatte dem Münchner Forum für Islam (MFI) ein Grundstück an der Dachauer Straße reserviert und ihm eine Frist gesetzt, die dafür benötigten 4,5 Millionen Euro aufzubringen. Diese Frist wäre am 30.06.2016 abgelaufen. Gestern mussten Imam Benjamin Idriz und Alt-Oberbürgermeister Christian Ude eingestehen, dass das Geld nicht zusammenkommen wird.

 

Dabei hatte es erst so ausgesehen, als würde alles gut laufen. Ein Mann aus Saudi-Arabien hatte den Organisatoren eine Zusage für die millionenschwere Finanzierung gegeben. Vor ein paar Tagen wurde diese dann aber unerwartet zurückgenommen. Als Begründung wäre angegeben worden, dass die Regierung in Saudi-Arabien die finanzielle Unterstützung untersage. Damit fielen die Pläne des MFI ins Wasser, denn selbst hatten sie nur 1 Million Euro sammeln können.

 

Es besteht allerdings die Hoffnung, dass damit nur die Pläne für dieses bestimmte Grundstück zu Ende gegangen sind. Geplant war das Islamzentrum als ein Ort der Integration, in dem sich Christen und Muslime, Frauen, Männer und Kinder hätten treffen können – mit Begegnungsräumen, Bibliothek und Café. Da ihnen das Projekt am Herzen liegt, wollen die Organisatoren die Idee nicht ganz aufgeben, sondern nur verändern. Ein neues Projekt wird allerdings wahrscheinlich bedeutend kleiner ausfallen.

 

jl