gesplitterte Scheibe am Bahnhof Freising, © Foto: Bundespolizei

Bahnhof Freising: Mann mit Kung-Fu-Tritt niedergestreckt

Am vergangenen Freitag, den 7. April, kam es gegen 22:15 am Bahnhof Freising zu einer ungewöhnlich brutalen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern.

 

Ein wohl 18-22 Jahre alter Mann hat in Folge einer Streitigkeit einen 34-Jährigen mit einem „Kung-Fu-Tritt“ gegen eine Glasscheibe getreten. Der Mann traf die Scheibe mit dem Kopf, sodass diese splitterte. Das Opfer blieb nach dem heftigen Tritt auf dem Boden liegen und musste noch weitere Tritte des Angreifers gegen sich ertragen. Unfassbar: Danach hat der Angreifer triumphal die Fäuste zu einer Sigerpose erhoben.

 

gesplitterte Scheibe am Bahnhof Freising, © Foto: Bundespolizei

 

Zwar konnte eine Zeugin die Polizei verständigen, allerdings fanden die Einsatzkräfte der Landespolizei bei ihrem Eintreffen am Tatort weder den Täter, noch den niedergestreckten Mann vor. Beide hatten sich bereits vom Ort des Geschehens entfernt. Auch eine anschließende Suche nach den Männern blieb erfolglos.

 

Durch Videoaufnahmen am Bahnhof konnte allerdings das Opfer identifiziert werden. Der Mann hatte selbst noch keine Anzeige erstattet, war zum Tatzeitpunkt allerdings alkoholisiert.

 

Die Bundespolizei hat im Rahmen ihrer Ermittlungen nun folgenden Zeugenaufruf veröffentlicht, um den Täter ausfindig zu machen, oder Zeugen des Geschehens zur Aussage vor der Polizei zu bewegen.

 

Der brutale Täter ist:

– ca. 18 bis 22 Jahre alt

– etwa 175 bis 180 cm groß.

 

Er hatte einen markanten Haarschnitt (an den Seiten und hinten rasiert und am Oberkopf die vorne höheren dunklen Haare hochgekämmt bzw. gegelt). Bekleidet war er mit schwarzer Hose, schwarzem, langarmigen T-Shirt sowie grauen Sportschuhen. An der linken Hand trug er eine Uhr mit größerem Ziffernblatt. Er verfügt über einen sehr muskulösen, einem Bodybuilder ähnlichen Oberkörper; hat evtl. südländischen (ggfs. türkischen) Migrationshintergrund.

 

Er war mit einer Gruppe etwa gleichaltriger, männlicher Personen unterwegs und lies sich nach der Tat – am Bahnsteig auf- und ablaufend – mit zu einer Art Siegerpose erhobenen Händen „feiern“.

 

Aufgrund der Tatausführung liegt der Verdacht nahe, dass der Gesuchte eine Kampfsportausbildung absolviert bzw. absolviert hat. Sein muskulöser Oberkörper deutet zudem darauf hin, dass er ggfs. ein Sport-, Fitness- oder Bodybuilding-Center besucht oder besucht hat.

 

Wer Angaben zu dem Gesuchten oder zur Gruppe machen kann, mit der der Täter unterwegs war oder wer die Tatselbst beobachtet hat, wird gebeten sich mit der Bundespolizeiinspektion München unter der Rufnummer 089/515550-111 in Verbindung zu setzen.

 

kw/Bundespolizei