Bei Balu und Du helfen Erwachsene jungen Kindern, so auch die Universität der Bundeswehr, © Ein Gespann beim Spielen - Foto: Balu und Du

Balu und Du – studierende Soldaten helfen Kindern

Wie im Dschungelbuch helfen auch bei dem Projekt Balu und Du Erwachsene jungen Kindern. Studenten und andere Engagierte dienen als Vertrauenspersonen und Freunde für benachteiligte Kinder. Auch die Universität der Bundeswehr in Neubiberg hat sich dem Projekt verschrieben. 

 

„Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ – es kennt wohl wirklich jeder das Dschungelbuch. In dieser Geschichte ist „Balu“, der Bär, der Beschützer und Freund des kleinen „Mogli“. Dieses toll funktionierende Zweiergespann hat sich ein Verein zum Vorbild genommen. „Balu und Du“ ist ein bundesweites Mentorenprogramm. Grundschulkinder zwischen sechs und zehn Jahren werden von jungen, engagierten Erwachsenen im außerschulischen Bereich betreut.

 

Mindestens ein Jahr übernehmen die „Balus“, wie im Dschungelbuch, die Betreuung eines Kindes. Die Erwachsenen helfen den Kindern Herausforderungen des Alltages zu meistern und sich in der Gesellschaft zu entwickeln.

 

Soldaten helfen jungen Kindern und engagieren sich Sozial, © Bei Gesprächen wird den Kindern geholfen - Foto: Balu und Du

 

Die Mentoren, beziehungsweise „Balus“, sind überwiegend Studierende. So auch an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg. Das Departement für Psychologie hat das Projekt an der Universität übernommen und will jungen Studierenden die Chance bieten, sich sozial zu engagieren.

 

Die Studierenden der Universität sind Offiziersanwärter der Bundeswehr und können als Studium-Plus-Seminar an dem Projekt teilnehmen. Sie erwerben dadurch notwendige ECTS-Punkte für ihr Studium. Vor allem aber können sich die jungen Frauen und Männer gleichzeitig persönlich weiterentwickeln.

 

 

Freundschaft trotz Altersunterschied

 

Unter wissenschaftlicher Leitung werden Paare gebildet. Kinder die gegebenenfalls Hilfe benötigen, werden mit den jungen Erwachsenen zusammengebracht. Man trifft sich zum Reden, Sporteln oder einfach nur Spaß haben. Es entstehen enge Freundschaften, dem Altersunterschied zum Trotz. Die Kinder können mit Fragen an ihre Freunde herantreten aber auch die „Balus“ lernen viel von den Kindern.

 

Nach einem Jahr endet offiziell das Projekt für die „Balus“ und „Moglis“. Danach bleibt es den Gespannen selbst überlassen, weiterhin Zeit miteinander zu verbringen. Über das Jahr hinweg wurde eine Vertrauensbasis geschaffen, sodass sich die Kinder immer, aber vor allem in Krisensituationen, wieder an ihre großen Schwestern und Brüder wenden können.

 

Träger des Programms ist der gemeinnützige Verein „Balu und Du e.V.“. Durch mehrere Standorte in ganz Deutschland hat sich mittlerweile ein großes Netzwerk gebildet.

 

 

(jh/pa)