Riesenflughund, © Tierpark Hellabrunn - Fran Wiesner

Bat Night: Wochenende der Fledermäuse in Hellabrunn

Während der Internationalen Bat Night am 25. und 26. August steht der Tierpark ganz im Zeichen der Fledertiere. An der Fledermausgrotte und in der Dschungelwelt können Besucher am kommenden Wochenende alles Wissenswerte über Fledermäuse und die nah verwandten Flughunde erfahren und sie aus nächster Nähe beobachten.

Riesenflughund, © Tierpark Hellabrunn - Fran Wiesner

Die Fledermaus-Nacht findet 2018 bereits zum vierten Mal im Tierpark Hellabrunn statt. Dabei handelt es sich um ein internationales Event: bereits seit über 20 Jahren wird die Bat Night, an der sich verschiedene Institutionen und Naturschutzorganisationen in über 30 Ländern beteiligen, am letzten August-Wochenende veranstaltet.

 

Fledermäuse und Flughunde bilden gemeinsam die systematische Ordnung der Fledertiere, die mit etwa 1.400 Arten die zweitgrößte Säugergruppe nach den Nagetieren darstellt. Auch in diesem Jahr werden am Infostand vor der Fledermausgrotte Zoo-Guides von 11 bis 17 Uhr alles Wissenswerte und Informative erzählt. Von der in der Grotte lebenden, fruchtfressenden südamerikanischen Brillenblattnase hin bis zu den, auf dem Tierparkgelände vorkommenden einheimischen Fledermausarten.

 

Doch nicht nur in der Fledermausgrotte, auch in der Dschungelwelt lassen sich im Tierpark Hellabrunn Fledertiere in Aktion erleben. Hier leben der Indische Riesenflughund und der aus Afrika stammende Palmenflughund. Am Info-Mobil in der Dschungelwelt beantworten Artenschutzbotschafter von 12 bis 15 Uhr alle Fragen rund um die exotischen Tiere.

Tierblattnase, © Tierpark Hellabrunn - Jörg Koch

 

Im Spätsommer, wenn viele heimische Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren suchen, um in den kühleren Monat ausreichend Schutz zu haben, sind die Tiere auch in ihrem natürlichen Lebensraum besonders gut zu beobachten.

 

In München leben acht Fledermausarten, darunter der Große Abendsegler, die Wasserfledermaus und die Zwergfledermaus. Man kann sie besonders im Bereich der Isar, in Parks, auf Friedhöfen, aber auch an oder in Gebäuden oder in alten hohlen Bäumen beobachten. Die kleinsten heimischen Arten wie die Zwergfledermaus passen mit drei bis sechs Gramm Körpergewicht bequem in eine Streichholzschachtel – schwerer als 30 bis 40 Gramm werden übrigens auch die größten heimischen Arten nicht.

 

Insgesamt kommen in Bayern mehr als 20 verschiedene Arten vor, von denen die meisten aufgrund unterschiedlicher menschlicher Einflüsse vom Aussterben bedroht sind. Als Hauptursachen gelten der Verlust von Quartieren, geeigneten Nahrungsgebieten und Flugrouten sowie die Gefährdung durch Umweltgifte und Holzschutzmittel. Deshalb stehen Fledermäuse auch unter strengem Schutz. Was jeder Einzelne zu ihrem Schutz beitragen kann, erfährt man am 25. und 26. August jeweils von 11 bis 17 Uhr vor der Fledermausgrotte und im Dschungelzelt des Tierparks Hellabrunn.

 

Riesenflughund, © Tierpark Hellabrunn - Fran Wiesner