Baum-Pflege im Sendlinger Wald

So wie der Mensch ab und an zum Arzt muss, tut auch einem Waldstück eine gelegentliche Pflege-Session gut.

Im Sendlinger Wald wird sich in den nächsten Wochen das Münchner Baureferat mal wieder ordentlich um die Bäume kümmern.

 

Heißt: Kranke Bäume kommen weg, Äste werden zurückgeschnitten, wachstumshemmendes Gehölz entfernt.

 

Die gezielte Entnahme einzelner Bäume, die schon seit einigen Jahren durchgeführt wird, unterstützt die stufige Struktur des Waldes und den gleichmäßigen Aufbau der Kronen benachbarter Bäume. Die Entnahme betrifft insbesondere auch Fichten, die von Natur aus auf der kalkreichen Münchner Schotterebene nicht vorkommen. Sie trocknen wegen des flachen Wurzelwerkes schnell aus und sind deshalb besonders anfällig für Schädlinge wie den Borkenkäfer.
Mit der gezielten Entnahme einzelner Gehölze sollen außerdem besonders prägende Bäume freigestellt werden sowie jungen Bäumen bessere Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten gegeben werden.

 

 

Um die Maßnahmen optimal ausführen zu können, wurden auch dieses Jahr Spezialisten der städtischen Forstverwaltung mit den Pflegearbeiten im Sendlinger Wald beauftragt. Die Arbeiten konzentrieren sich auf den Bereich zwischen Höglwörther Straße, Inninger Straße und Holzhausener Straße. Die Arbeiten werden voraussichtlich – abhängig von der Witterung – zirka vier Wochen dauern.

 

Die Maßnahmen dienen einerseits der Erfüllung der Verkehrssicherungspflicht in Grünanlagen. Wo nötig müssen nicht mehr standsichere oder kranke Bäume entnommen beziehungsweise abgestorbene Äste entfernt werden. Andererseits sollen die Maßnahmen die Entwicklung eines ökologisch hochwertigen, mehrschichtig strukturierten Mischwaldes fördern.

 

Während der Pflegearbeiten müssen die Wege im Sendlinger Wald aus Sicherheitsgründen abschnittsweise gesperrt werden. Für auftretende Behinderungen bittet das Baureferat um Verständnis.

 

 

 

jn / Rathaus Umschau