Bayerischer Käse für Indien

Bayerischer Käse ist eben einfach gut – heißt, dass auch andere Länder sich davon eine Scheibe abschneiden könnten: Agrarminister Helmut Brunner will den Absatz bayerischer Lebensmittel in Indien ankurbeln. An diesem Freitag wird der niederbayerische CSU-Politiker mit rund 15 Vertretern aus Wirtschaft und Verbänden zu einer knapp einwöchigen Delegationsreise dorthin aufbrechen.

 

 

«Mit dem Besuch wollen wir die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Indien und Bayern ausbauen und neue Handelswege öffnen», sagte Brunner am Wochenende.

Die Reise hat zwei Stationen: Neu-Delhi und Bangalore, ein Zentrum der indischen High-Tech-Branche und Hauptstadt der Partnerprovinz Karnataka. «Wir wollen uns auch auf wissenschaftlicher und Forschungsebene austauschen.»

 

 

Brunner reist seit Jahren immer wieder in ferne Länder, um den Export bayerischer Lebensmittel anzukurbeln. In Indien stehen die Chancen mutmaßlich gut: Premier Narendra Modi hat ehrgeizige Pläne und will in diesem Jahr das Wachstum Chinas überflügeln. Der Lebensstandard in den Ballungszentren Indiens habe in den vergangenen Jahren rasant zugenommen, sagte Brunner.

 

 

In Neu-Delhi steht der Export im Vordergrund, in Bangalore geht um künftige Kooperationen in Ausbildung, Forschung und Produktionstechnik. Gänzlich unbekannt sind bayerische Lebensmittel in Indien nicht: Die weltweite Ausbreitung des Oktoberfests hat inzwischen auch Bangalore erreicht. Die örtliche Wiesn fand im vergangenen Oktober in einem teuren Hotel statt und wurde von einem Hamburger Koch geleitet, der sich eigens in Lederhosen kleidete, wie der «Times of India» zu entnehmen war.

 

 

jn / dpa