Bayern begrüßt so viele Gäste wie noch nie

Im vergangenen Jahr kamen so viele Urlauber nach Bayern wie noch nie. Sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen wurden Rekordwerte erzielt.

 

 

 

Bayern ist als Reiseziel so beliebt wie nie zuvor. Sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen vermeldete Bayerns Tourismusministerin Ilse Aigner (CSU) am Freitag Rekordwerte für das vergangene Jahr: Mit 32,5 Millionen kamen 2,7 Prozent mehr Urlauber als im Vorjahr. Die Unterkünfte verzeichneten mit 85,2 Millionen Übernachtungen ein Plus von 1,3 Prozent. «2014 ist ein Jahr der Superlative für den Bayerntourismus», sagte die Ministerin bei der Vorstellung der neuen Zahlen.

 

 

Vor allem im Ausland scheint Bayern als Urlaubsziel immer beliebter zu werden: So kamen 2014 fast 8 Millionen Ausländer zu Besuch in den Freistaat – ein Plus von 4,5 Prozent. Jeder zehnte Gast kam dabei aus Österreich, gefolgt von Niederländern und US-Amerikanern. Insgesamt haben die Touristen in Bayern rund 31 Milliarden Euro ausgegeben. Die mit Abstand beliebteste Urlaubsregion ist mit etwas über 36 Millionen Übernachtungen Oberbayern.

 

Nach wie vor zieht es viele Gäste auf das bayerische Land und in Heilbäder und Kurorte. «Drei Viertel aller Übernachtungen in Bayern finden nach wie vor in den Landkreisen statt», sagte Aigner. «Unsere Heilbäder, die ja überwiegend im ländlichen Raum zu finden sind, haben ebenfalls zugelegt. Sie verzeichnen einen Anteil von über 26 Prozent an der Gesamtzahl der Übernachtungen in Bayern.» Für das laufende Jahr will das Wirtschaftsministerium mit dem Slogan «Herrschaftliches Bayern» weitere Gäste anlocken. Dabei soll vor allem mit dem bayerischen Adel geworben werden.

 

Trotz der guten Zahlen sah der Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ulrich Brandl, Grund zur Beschwerde. «Wir haben in den vergangenen Jahren rund 500 Betriebe im gastwirtschaftlichen Bereich verloren», sagte Brandl. «Die Stimmung ist so schlecht wie lange nicht, in vielen Topbetrieben wird überlegt, ob die nächste Generation die Geschäfte überhaupt noch übernehmen will». Grund für die negativen Stimmen seien neben der hohen Erbschaftsteuer auch aufwendige Auflagen und vor allem die neuen Dokumentationspflichten nach dem Mindestlohngesetz.