Flüchtlinge sitzen in einer Reihe auf einer Bank, © Arbeitsministerin Emilia Müller setzt sich für ein Job-Programm für Flüchtlinge ein

Bayern investiert in schnelle Jobs für Flüchtlinge

Flüchtlinge mit guten Bleibechancen sollen schon während des Asylverfahrens einen ersten Job bekommen. Damit das schnell und reibungslos funktioniert investiert Bayern 11,6 Millionen Euro.

 

Bei dem neuen, bundesweiten Arbeitsmarktprogramm soll es im Freistaat etwa 12 400 Teilnehmerplätze jährlich geben, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch der dpa mitteilte.  So sollten Wartezeiten während des Asylverfahrens „sinnvoll überbrückt“ und die Menschen an den Arbeitsmarkt herangeführt werden.

 

Rund ein Viertel der Jobs soll in den Asylunterkünften angesiedelt sein. Der Großteil soll aber aus zusätzlichen Arbeitsgelegenheiten bei staatlichen, kommunalen und gemeinnützigen Trägern bestehen. Um langfristig gut aufgestellt zu sein, werden von 2017 bis 2020 pro Jahr 46 Millionen zur Verfügung gestellt.

 

Arbeitsministerin Emilia Müller (CSU) sagte gegenüber der dpa: „Nicht alle Asylbewerber, die zu uns kommen, sind sofort in der Lage, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.“ Gesellschaftliche Gepflogenheiten wie beispielsweise Pünktlichkeit könnten aber im Rahmen des Programms kennengelernt werden, außerdem bestünde so die Möglichkeit, die Deutsche Sprache zu erlernen.

 

Reguläre Beschäftigungsmöglichkeiten hätten aber weiter Vorrang. Regionaldirektions-Chef Markus Schmitz ergänzte: „Für die geflüchteten Menschen ist es wichtig, aktiv zu sein und zu arbeiten, statt in den Asylheimen zu verharren.“ Bereits bestehende gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten würden unverändert weitergeführt.