Bayernkaserne: Masern in der Flüchtlingsunterkunft

In der Bayernkaserne sind unter den Asylsuchenden die Masern ausgebrochen!
Bei drei Personen im Alter von 25 bis 27 Jahren ist die hochansteckende Infektionskrankheit diagnostiziert wurden.
Eine Aufnahme- und Abverlegungsverbot ist die Folge.

 

 

Am Freitag hat das Referat für Gesundheit und Umwelt bestätigt, dass drei Personen in der Bayernkaserne an Masern erkrankt sind.
Als zuständige Behörde wurde eine Aufnahme- und Abverlegungsverbot für zunächst 18 Tage empfohlen, die Regierung von Oberbayern hat diesem Vorgehen zugestimmt.

Selbiges gilt auch für die dortige Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, für die die Landeshauptstadt zuständig ist.

 

 

Die Maßnahme ist erforderlich

 

Die Inkubationszeit für Masern beträgt 18 Tage.  Eine mögliche Ausbreitung auf Flüchtlinge in anderen Unterkünften oder auf neu ankommende soll so verhindert werden.

Zwei betroffene Patienten befanden sich in einem Münchner Krankenhaus und sind bereits entlassen. Sie sind nicht mehr ansteckend.

Der dritte Patient wird derzeit noch in einem Krankenhaus behandelt. Eine akute Gesundheitsgefahr für die Münchner Bevölkerung besteht nicht. Jedoch sollte man eine akuellte Impfung haben, diese bietet einen sicheren Schutz. Das Referat für Gesdundheit und Umwelt empfiehlt eine regelmäßge Überprüfung durch den Hausarzt oder die Hausärtin.

 

Die Infusionskette muss unterbrochen werden

 

Masernausbrüche sind schnell einzugrenzen, wenn die Infektionskette unterbrochen wird. Menschen, die Masern einmal sicher durchgemacht haben, sind ebenfalls immun. Ob die Patienten sich in ihren Heimatländern, auf der Reise nach Deutschland oder in der Bayernkaserne angesteckt haben, ist unklar.

 

Welche Symptome habe ich bei Masern?

 

Der für Masern typische Hautausschlag ist meist erst am dritten bis siebten Tag nach der Erkrankung sichtbar. Betroffene sind jedoch schon fünf Tage vor Auftreten des Ausschlags ansteckend. 2011 wurden in München mit 365 Fällen ein Rekordhoch registriert. Seit 1. Januar 2014 wurden in der Münchner Bevölkerung 40 Fälle gemeldet.

 

Bei Masern gibt es zwei Phasen: Die Krankheit beginnt meist mit Fieber, Schnupfen, Niesen und/oder einer Bindehautentzündung. In dieser Phase ist der Erkrankte bereits ansteckend. Am dritten bis siebten Tag nach den oben genannten Beschwerden entsteht ein Hautausschlag. Dieser beginnt im Gesicht und hinter den Ohren und bleibt vier bis sieben Tage bestehen.

 

Bestand bereits der Kontakt mit einem an Masern Erkrankten, kann eine Impfung noch bis zu drei Tage nach Kontakt zum Schutz nachgeholt werden.

 

 

rg / rgu