Belastete Brezen – Ministerium kündigt verschärfte Kontrollen an

Das Lieblingsgebäck vieler Bayern ist knusprig, salzig – und häufig mit Schadstoffen belastet. Jede fünfte Breze enthalte zu viel Aluminium, erklärte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen (LGL) am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“.

 

Jede fünfte Brezen überschreitet laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung die zulässige Menge von zehn Milligramm Aluminium pro Kilogramm Brezen.Teileweise wurden sogar Werte ermittelt, die das 15-fache Aluminium aufweisen! Das Verbraucherministerium in München kündigte an, die Kontrollen zu verstärken.

 

Das Aluminium gelangt über die Backbleche in die Brezen. Zwar gibt es keine gesetzliche Höchstgrenze, doch das LGL beanstande ab einem Wert von zehn Milligramm des Stoffes pro Kilo Brezen, berichtete die Landesbehörde. „Das heißt aber nicht, dass es dort schon eine Gesundheitsgefährdung für den Verbraucher gibt“, erklärte Sprecherin Claudia Schuller. Das Laugengebäck bekommt seine knusprig, braune Farbe durch das eintränken in einer scharfen Natron-Lauge. Beim erhitzen lösen sich Metallpartikel und bleiben an der Lauge hängen, sodass sie beim Endprodukt erhöhte Werte auftreten.

 

„Wir starten ein Sonderuntersuchungsprogramm, um die Beanstandungen in Zukunft zu reduzieren“, sagte ein Ministeriumssprecher. Experten warnen seit längerem vor den gesundheitlichen Risiken durch Aluminium. Krankheiten wie Alzheimer und Brustkrebs werden mit dem Stoff in Verbindung gebracht.

 

rg / dpa / münche.tv