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Bestandsaufnahme Smart Home: Was gibt es schon, was kommt da noch?

Mit einem Blick auf die vielen Artikel und Reportagen, die täglich rund um das Thema Vernetzung, Digitalisierung und intelligentes Zuhause erscheinen, ergibt sich hin und wieder das Gefühl, dass es in dieser Hinsicht eine unglaubliche Bandbreite neuer Entwicklungen, Ideen und Möglichkeiten gibt. Genau so stellt sich der Gedanke ein, dass jeder Zweite schon in einem vernetzten Heim lebt und nur das eigene Haus noch analog funktioniert. Die Wahrheit jedoch sieht anders aus.

 

Nur 29,4 Prozent der Deutschen nutzen schon Smart-Home-Anwendungen, während 50,2 Prozent interessiert beobachten, was der Markt so bringt. Der Rest? Lehnt Entwicklungen in dieser Hinsicht ab und möchte sich dem Trend nicht anschließen. Dennoch bietet der Markt ein riesiges Potenzial, die Entwicklungen können immer noch neu und weiter gedacht werden. Dabei gibt es teilweise schon mehr als gemeinhin zu glauben wäre, in anderen Bereichen hingegen ist noch Luft nach oben. München.tv schaut sich die interessantesten Entwicklungen an und gibt einen Ausblick auf das, was da vielleicht noch kommen mag.

 

Warum eigentlich Smart Home?

 

Wer den Hype um das Smart Home nicht versteht, der findet sich wohl in der ablehnenden Gruppe wieder, die nichts von den technischen Neuerungen hält. Zugegeben – so manche Entwicklung kann einem schon Angst bereiten und besonders der Blick auf die möglichen Risiken lassen Zweifel aufkommen, ob das alles wirklich sein muss. Kehren die Überlegungen allerdings zum Ursprung des digitalisierten Zuhauses zurück, fällt auf: Die Idee ist so einfach wie genial.

 

Seit Anbeginn seines Seins versucht der Mensch, sich das Leben einfacher zu machen. Er schuf Werkzeuge, um seine Jagd effektiver zu machen und bediente sich dabei immer neuer Materialien. Was er herausfand, setzte er um und brachte so den Fortschritt ins Spiel. Was früher klein begann, entwickelte sich über die Jahre zu der Welt, die der Mensch heute kennt. Dabei gab es Erfindungen und Entwicklungen, die bahnbrechende Erfolge feierten und eine Revolution in beinahe jedem Lebensbereich bedeuteten:

  • Die Dampfmaschine,
  • der Strom,
  • das Fließband,
  • der Computer,
  • das Internet.

Allesamt bedeuteten sie ein deutliches Mehr an Komfort für das alltägliche Leben, die Arbeit wurde verringert, der Lebenswandel hingegen bequemer.

 

Ein Beispiel aus der heutigen Zeit ist das Smartphone, das seit seiner Entwicklung und dem Durchbruch vor knapp 10 Jahren mit der Vorstellung des ersten iPhones weltweit Eroberungszüge vollendet hat. Knapp 2,3 Milliarden Menschen nutzen weltweit ein Smartphone, Tendenz steigend. Keinem Nutzer muss dabei erläutert werden, welche Vorteile das intelligente Mobiltelefon mit sich bringt.

 

Für das Smart Home gilt prinzipiell das gleiche. Gewissermaßen ist es die logische Weiterentwicklung nach Internet und Smartphone, der digitalen Vernetzung im Allgemeinen. Das Zuhause zu vereinfachen und auf digitalem Wege den Komfort zu steigern, macht das Leben noch bequemer. Neben der Einsparung von Arbeit ist es jedoch auch dazu gut, tatsächliche Einsparungen zu erzielen. Durch Berechnungen und tatsächliche Messung können Abläufe aufeinander abgestimmt werden, ein Computer ist dabei präziser als jeder Mensch. Ein Beispiel ist die Heizungs-Fenster-Verknüpfung, von der später noch die Rede sein wird.

 

Zum Smart Home wird also viel geschrieben, viel gedacht und viel erfunden. Dinge, die heute nicht mal erdacht wurden, sind vermutlich in einigen Jahren Alltag und Standard in jedem Zuhause. Genau das lässt auch vermuten: Das ganze Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Zeit, einen Blick auf die tatsächlichen Möglichkeiten zu werfen.

 

Was gibt es schon? Ein Blick auf den Markt

 

Um darüber nachdenken zu können, was alles möglich ist, muss ein Blick auf das Bestehende her, denn auf dieser Basis entstehen schließlich die neuen Entwicklungen. Manche weisen dabei noch typische Anfangsprobleme auf, während andere schon recht weit entwickelt sind und bereits einen Augenblick der zukünftigen Einfachheit im Zuhause bieten.

 

Im Hausbereich

 

Der Hausbereich ist logischerweise der Wirkungskreis des Smart Homes. Hier kommen alle Bereiche miteinander in Kontakt, er ist die Schnittstelle, die das Konzept mit Leben füllt. Zum einen spielen Haushaltsgeräte eine große Rolle, andere Aspekte sind der Sicherheit oder dem Komfort gewidmet.

 

Typische Installationen im Smart Home sind intelligente Lichtsteuerungen, bei denen voreingestellte Szenarien abgespielt werden. So kann eine Wenn-Dann-Befehlskette abgespielt werden: Bewohner A stellt das Szenario Romantik ein, das Licht wir gedimmt und erhält einen rötlichen Touch, dazu beginnt die Musikanlage leise Klänge in den Raum zu spielen. Das funktioniert dadurch, dass die entsprechenden Geräte auf einer Steuerungszentrale zusammenlaufen. In dieser wird definiert, was zu tun ist, die Steuerungszentrale gibt einzelne Befehle aus.

 

Eine andere Variante, die es so jedoch schon länger gibt, ist die Lichtsteuerung durch Bewegung. So erkennen Sensoren automatisch wenn jemand den Raum betritt und ihn verlässt. In beiden Fällen wird die Lichtsituation angepasst. Ebenso können diese Steuerungen auch von unterwegs aus vorgenommen werden – ein Beispiel ist die Anwesenheitssimulation, die für die Sicherheit einen entscheidenden Vorteil darstellt.

 

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Andere Entwicklungen sind gezielt auf die Energieeinsparung ausgerichtet: Wenn das Fenster geöffnet wird – per Sensor erkannt – wird die Heizung abgeschaltet und heizt erst dann weiter, wenn das Fenster wieder geschlossen ist. Die Therme lässt sich auf spezifische Zeiten voreinstellen und ist somit inaktiv, wenn niemand zuhause ist.

 

Musik in verschiedenen Räumen an und ausschalten, wechseln oder stoppen, sich anzeigen lassen, welche Fenster noch geöffnet sind oder auch mit einem Knopf alles ausschalten – diese Dinge sind bereits möglich.

 

All das lässt sich in verschiedenen Zusammenhängen programmieren. Die Steuerung ist dabei sowohl durch ein zentrales Panel als auch durch Smart-Knöpfe oder gar die Sprache zu steuern, ebenso ist eine Programmierung auf gewisse Zeiten möglich.

 

Hilfe durch Haushaltsgeräte

 

Das bisschen Haushalt macht sich von allein: Das war und ist lange ein Traum. Aber während früher noch von Waschmaschinen, Spülmaschinen und Robotern geträumt wurde, ist das heute Realität. Staubsauger- und Putzroboter gibt es bereits – Wasch- und Spülmaschinen sowieso – genauso wie Fensterputzroboter. Diese können mit Sensoren die Wohnung bzw. die Glasfronten abfahren, Hindernisse erkennen und umschiffen und fahren automatisch wieder zu ihrer Ladestation zurück, wenn ihr Dienst erfüllt ist bzw. der Akku zur Neige geht.

 

Ebenfalls möglich ist die Ein- und Ausschaltung einzelner Geräte aus der Ferne – allerdings nicht, weil die Geräte allesamt vernetzt wären, sondern eher weil die Steckdosen auf ein Funksignal hören. Hierbei ist also noch ein großes Ausbaupotenzial zu erkennen – der eine Helfer für alles ist noch nicht erfunden.

 

Sicherheit

 

Eines der größten Anliegen der Smart-Home-Nutzer ist neben des erhöhten Komforts im Haushalt die Sicherheit des Zuhauses. Einbruchsprävention steht dabei genauso auf der Agenda, wie der Schutz der Bewohner vor Bedrohung von außen.

 

Ein großes Thema dabei ist die Lichtsteuerung sowie die Anwesenheitssimulation: Momente, in denen das Haus so tut, als sei es voll bewohnt während tatsächlich gar niemand zu Hause ist, können dabei helfen, Einbrecher abzuschrecken. Bisher ging das in erster Linie mit Zeitschaltuhren, mit Hilfe derer die einzelnen Lampen nach voreingestelltem Programm an- und ausgingen. Mit Smart-Home-Technologie lässt sich das auch von Fern regeln, genauso kann das Haus auf Bewegungen im Außenbereich reagieren und entsprechend das Licht einschalten.

 

Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus der Nutzung von Kameras, wenn auch nur nach innen, denn aus der Überwachung der Außenbereiche ergeben sich rechtliche Probleme. Diese gibt es bereits zusammen mit Gesichtserkennungssoftware so dass das Smart Home theoretisch immer wissen kann, wer zuhause ist. So wiederum ergeben sich neue Wenn-Dann-Kombinationen und theoretisch ist es absolut möglich, die Musikanlage „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ spielen zu lassen, wenn man nach einem langen Arbeitstag wieder zur Tür hereinkommt. Durch diese Funktion kann das Smart Home auch auf Ausnahmen reagieren und eigentliche Steuerungen außer Kraft setzen: Ist beispielsweise einprogrammiert, dass morgens alle um 9 Uhr aus dem Haus sind und deswegen alles abgeschaltet wird, erkennt es, dass es in diesem Fall mal nicht so ist – weswegen Therme und Heizung eben anbleiben: Ein Feature, dass das Smart Home tatsächlich intelligent macht und nicht nur automatisiert.

 

Weitere Kameras im Haus können außerdem das Bild auf das Smart Home schicken und ermöglichen so eine Fernüberwachung. Werden diese nicht direkt abgerufen, können sie auch zu einem späteren Zeitpunkt noch eingesehen werden – eine clevere Überwachung.

 

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Vermessung und Optimierung

 

Fitness- und Sleepingtracker, Smart Meter, Messung des Sauerstoffgehalts, des Lärms im Raum und der eigenen Internetnutzung über den Tag: Der Mensch vermisst sich. Der Wille zur Selbstoptimierung ist breit gestreut und macht auch vor dem Zuhause nicht halt. Allerdings geht es da primär um die Gesundheit – die Messung des Sauerstoffgehalts im Raum ist möglich und hilfreich auf dem Weg zu einem gesünderen Leben, der Sensor lässt sich gar mit der Fenstersteuerung verknüpfen, sodass diese sogleich regieren könnte. Smart Meter zeigen überdies ständig an, was wann wieviel Strom benötigt – ein nützliches Gadget, das auf dem Weg zu einer kleineren Stromrechnung sehr hilfreich sein kann.

 

Das Kinderschuhproblem

 

Möglich ist – wie hier klar wurde – bereits vieles. Allerdings ist nicht alles dabei ohne Probleme oder gar eine uneingeschränkte Erleichterung. Bisher sind es vor allem die noch nicht gesetzten Standards, die Schwierigkeiten bereiten – ähnlich wie der Konkurrenzkampf von Blu-Ray und HD-DVD vor wenigen Jahren. Wer aufrüstet, weiß nicht, mit welchem Protokoll er rechnen soll, was in Zukunft die meisten Erfolge feiern wird. Nicht jedes Gerät „spricht“ dabei mit jeder Steuerung, die Integration ist manchmal schwierig. Auch manche Updates können nicht mehr aufgespielt werden, Technik muss häufig erneuert werden – Smartphone-Besitzer kennen das Problem. Diese Schwierigkeiten sind definitiv Zeichen einer jungen Technologie, die viel Potenzial hat, jedoch auch noch einiges an Entwicklungszeit benötigt.

 

Was könnte es noch geben? Ein Ausblick

 

Es gibt schon viel, aber es wird noch viel mehr geben, so viel steht fest. Vermutlich wird in zehn oder zwanzig Jahren beinahe jedes Haus vernetzt sein und das mit Technologien und Automatisierungsvorgängen, die jetzt noch nicht einmal erdacht wurden.

 

Allerdings ist dabei definitiv noch die Grenze zum „smarten“, also dem wirklich intelligenten Haus zu überschreiten. Bisher geht es nämlich vor allem um Automatisierung. Ein wirklich intelligentes Zuhause hingegen muss seine Bewohner kennenlernen, im Hintergrund agieren und dafür sorgen, dass der Mensch sich nicht mehr um sie kümmern muss. Besonders darum sollte es in der weiteren Entwicklung des Smart Homes gehen: Die Vernetzung zwischen Mensch und Technik, über Geräte, Hersteller und Protokolle hinweg.

 

Das Haus der Zukunft als aktive Helfer

 

In Zukunft wird im und um das Haus noch mehr verknüpft und noch mehr automatisiert, Außen- und Innenbereich gehen Hand in Hand, das Auto wird genauso in die Steuerung integriert wie der Inhalt des Kühlschranks.

 

Wenn morgens der erste Fuß den Teppich vor dem Bett berührt, springt die Kaffeemaschine an, an der Schrittlänge erkennt das Haus wer es ist und wenn der gewohnte Ablauf im Bad vervollständigt ist, steht unten schon die speziell für diese Person programmierte Spezialität bereit. Intelligente Vernetzung einzelner Geräte und Stellen des Hauses können so in Zukunft genau dort helfen, wo es nötig ist: Wenn morgens die Zeit fehlt, beispielsweise. Dann kann auch vorne an der Tür der „Alles-aus“-Knopf betätigt werden, der alle Verbraucher vom Netz nimmt und zudem überprüft, ob alle Fenster geschlossen sind. Wurde das vergessen, kann es von unterwegs nachgeholt werden.

 

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Wenn zwischendurch die Klingel geht, speichert das Haus diesen Besuch in Abwesenheit, kann dem Besucher gar anbieten, eine Videobotschaft zu hinterlassen. Dadurch bietet es auch Sicherheit, denn Kameras können dauerhaft den Blick nach außen richten und aktiv Alarm schlagen, wenn sich jemand unerlaubt dem Haus nähert – auch wenn hier entsprechend noch rechtliche Probleme zu beseitigen sind.

 

Die Technik wird dabei immer unsichtbarer und natürlicher. Glas wird als Material der Zukunft zum Universal-Display, das sich mit anderen Flächen verbinden lässt – so kann der Spiegel morgens beim Zähneputzen auch ein paar Kurznachrichten zeigen und über das Wichtigste informieren. Elektrochromes Glas sorgt dafür, dass Informationen überall sind und zudem Jalousien unnötig werden.

 

Kommt gegen Abend die Frage auf, was es denn heute Abend zu essen geben soll, kann per Smart-Kühlschrank ein Blick auf die Inventarliste desselben geworfen werden. Das Internet der Dinge spielt hier eine große Rolle und die Frage, ob ein Kühlschrank jemals wissen wird, wie viel in der Milchflasche noch drin ist. Dennoch: Eine Einkaufsliste wird sich damit wohl schreiben lassen.

 

Beim Kochen erkennt der Herd, wenn das Wasser kurz vorm Überkochen ist und dreht die Temperatur herunter, bevor das passiert. Vielleicht kann er gar selbstständig den erreichten Gar-Punkt feststellen.

 

Die mobile Steuerung und die großangelegte Vernetzung werden dabei immer wichtiger. Das Thema Smart City kann zu einem immer fließenden Verkehr führen, ein Smart-Grid führt zu optimierter Stromerzeugung, -speicherung und –verbrauch über die ganze Stadt hinweg. Die Parkplatzsuche wird erleichtert werden. Und tritt das Auto den Heimweg an, bereitet die Kaffeemaschine vielleicht schon wieder den Willkommens-Drink vor.

 

Auch chronisch Kranke können ihr Zuhause clever nutzen: Smart-Shirts können vollwertige EKG durchführen, in den USA sitzen ganze Abteilungen großer Technikfirmen an der Entwicklung einer präklinischen datenbasierten Diagnostik. Vorsorge statt Nachsorge wird auch der Leitsatz im gesundheitsbewussten Zuhause – wo eventuell gar der Kühlschrank mitmacht?

 

Fakt ist: Das Haus wird sich noch mehr in das Leben der Bewohner einmischen und über Hersteller- und Protokollgrenzen hinweg zum Helfer in jeder Lebenslage. Das erhöht den Komfort enorm, schürt jedoch auch Sorgen.

 

Die praktische Seite

 

Ein Smart-Home-Bewohner weiß, wie der Smartphone-Nutzer auch, die Vorteile liegen auf der Hand. Das Leben wird vereinfacht, die Bedürfnisse des Menschen einfach erfüllt. Abläufe finden im Hintergrund statt, die Grundbelastung des täglichen Lebens sinkt deutlich. Dazu kommt noch die Kosteneinsparung: Ein Computer, der ständig rechnet und die Parameter zu einem optimalen Ganzen zusammengesetzt, kann viel effizienter agieren und wirtschaften als der Mensch. Er ist ein Back-up, wenn mal wieder das Licht angelassen wurde – und sonst ist ja auch das Smartphone als ultimative Fern-Schnittstelle dabei.

 

Die schwierige Seite

 

Der Punkt „Fernschnittstelle“ macht jedoch auch schon wieder die schwierige Seite aus: Sicherheit ist ein wichtiges Thema und die Verschlüsselung der einzelnen Systeme ist aktuell noch nicht sehr hoch. Das kommt auch daher, weil die meisten Protokolle nur über das Internet funktionieren. Das ist schnell und einfach und außerdem (fast) überall verfügbar. Aber: Daten, die mitunter sehr privat sind, werden ins Netz hochgeladen und sind da ohne die entsprechende Verschlüsselung für jeden zugänglich. Experten meinen, dass es hier sicherer sei, sich auf die lokale Vernetzung zu konzentrieren und zukünftig über Bluetooth oder andere lokal-basierte Verbindungsmethoden anzuwenden – dafür muss also eine Lösung gefunden werden, der Trend zur Universal-Cloud abgewendet werden.

 

Neben dieser Paranoia, von anderen ausspioniert und angegriffen zu werden, erhebt sich auch die Angst vor dem gläsernen Menschen immer wieder. Schließlich ergeben sich durch die Vernetzung und den Upload der eigenen Daten ganz neue Möglichkeiten: Hat der Patient jeden Tag seine Tabletten genommen? Ist da jemand zu schnell gefahren? Hätten Versicherungen Zugriff auf diese Daten, ließen sie vielleicht den Versicherungsschutz erlöschen. Wie auch dem Smart Home alle möglichen Wenn-Dann-Abfolgen beigebracht werden können, können Dritte sich all das auch für Smart-Home-Nutzer und -Wandler in der digitalen Welt ausdenken.

 

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Was bleibt

 

Festzuhalten ist, das Smart Home macht einiges einfacher und hat ein ungeheures Potenzial. Genauso sind aber die kritischen Stimmen berechtigt, wenn sie von Sicherheitslücken und Spionage-Möglichkeiten sprechen. Wie bereits in der sonstigen digitalen Welt müssen Nutzer sich überlegen, wie ihre ganz eigene Kosten-Nutzen-Rechnung aussieht.

 

Das Smart Home selbst jedoch ist nicht mehr zu stoppen: Zu groß, zu komfortabel und zu erstaunlich sind die Ideen und möglichen Entwicklungen, die die Zukunft für Aufgeschlossene feilhält. Ein Trend, der sich über einzelne Häuser hinweg bewegen wird und langfristig zu einer noch kleineren, noch enger gestrickten und noch deutlicher vernetzten Welt führen wird.