Verkehrskontrolle Polizei, © Verkehrskontrolle Polizei

Betrunkener rast in Polizeikontrolle

Ein betrunkener 50-Jähriger ist am Sonntag in eine Polizeikontrolle in Kirchseeon gerast. Bei dem Unfall wurden alle Beteiligten verletzt, es entstand ein hoher Sachschaden.

 

Gegen 22.50 Uhr hatten zwei Polizisten in der Münchner Straße einen 25-jährigen BMW-Fahrer angehalten, um ihn zu kontrollieren. Während der Kontrolle saß einer der beiden Polizisten im hinter dem BMW geparkten Streifenwagen, um die Dokumente des Kontrollierten zu überprüfen. Sein Kollege stand derweil auf dem Gehweg und sicherte den kontrollierten Wagen, dessen Fahrer noch am Steuer saß.

 

Plötzlich raste ein 50-jähriger mit seinem Renault aus der Richtung Ebersberg kommend ungebremst in das stehende Polizeiauto. Durch den Aufprall wurde der Dienstwagen auf den BMW geschoben.

 

Bei dem Unfall wurden alle Beteiligten verletzt. Der Polizist auf dem Gehweg wurde von herumfliegenden Teilen getroffen, der Unfallverursacher war nach dem Aufprall ohne Bewusstsein und musste von den beiden verletzten Beamten aus dem Wagen geborgen werden.

 

Der 50-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchner Klinik gebracht, der BMW-Fahrer musste mit einem Rettungswagen abtransportiert werden. Die Verletzungen der beiden Fahrer sind als mittelschwer einzustufen. Die beiden Polizeibeamten konnten nach ambulanter Behandlung die Kreisklinik Ebersberg wieder verlassen.

 

Der Unfallverursacher, der eine deutliche Alkoholfahne hatte, war ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. Außerdem war sein Pkw nicht haftpflichtversichert. Zuvor war der 50-Jährige bereits anderen Verkehrsteilnehmern aufgefallen, weil er auf der B 304 in Schlangenlinien unterwegs war.

 

Der Sachschaden beläuft sich auf rund 40 000 Euro. Ob gegen den Unfallverursacher Untersuchungshaft angeordnet wird, soll sich im Laufe des Tages entscheiden. Während der Unfallaufnahme war die B 304 für mehrere Stunden gesperrt.