© Polizeipräsidium Oberbayern Nord

Bilanz der Polizei nach Großrazzia bei Reichsbürgern

Wie von münchen.tv am Dienstag berichtet, durchsuchten gestern rund 300 Einsatzkräfte der Polizei in drei Bundesländern 15 Wohn- und Geschäftsadressen von insgesamt 16 Tatverdächtigen wegen des dringenden Verdachtes der banden- und gewerbsmäßig begangenen Urkundenfälschung und Amtsanmaßung, besser bekannt als „Reichsbürger“.

 

Im „Hauptdurchsuchungsobjekt“ der Kripo Erding stießen die Beamten nicht nur auf die erwarteten zwei Beschuldigten, sondern auch auf einen 50-jährigen Mann, der offensichtlich ohne Anmeldung in dem Anwesen wohnte. Im ersten Stock des Hauses stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Dokumente, Urkunden-Formulare und Speichermedien sicher. Zudem wurden mehrere tausend Euro Bargeld gefunden, die mutmaßlich aus Gebühren und Steuereinnahmen stammen.

 

Die bundesweite Durchsuchungen, wurden am gestrigen Dienstag gegen 17.00 Uhr abgeschlossen und verliefen größtenteils ohne Vorkommnisse. „Die von der Durchsuchung und Sicherstellung Betroffenen verhielten sich kooperativ“, so die Polizei.

 

In einem der Durchsuchten Wohnungen im Landkreis Haßberge, setzte sich der 51 jährige Bewohner jedoch zur Wehr. Bei der Durchsuchung fanden Beamte schließlich eine Schreckschusswaffe, die offensichtlich manipuliert war. Der Revolver mit 44 Patronen Munition wurden sichergestellt.

 

© Polizeipräsidium Oberbayern Nord

 

Bei einer weiteren Durchsuchung fanden die Polizeibeamten eine „Reichsbürgerfahne“, die zusammen mit einem PC, mehreren Mobiltelefonen und diversen Speichermedien zur Auswertung sichergestellt wurden. Der Beschuldigte besaß zwei PTB-Schreckschusswaffen, die zur waffenrechtlichen Prüfung eingezogen wurden.

 

© Polizeipräsidium Oberbayern Nord

 

 

Polizeipräsidium Oberbayern Nord

sk