Polizist mit Kelle winkt Autofahrer aus dem Verkehr, © Raser sollen zum Nachdenken gebracht werden.

Bilanz zum „24-Stunden-Blitzmarathon“ – das sind die Rekordraser des Tages

Seit Freitagmorgen um 6 Uhr ist der Blitzer-Marathon wieder vorbei. Trotz Ankündigung ahndete die Münchner Polizei 801 Geschwindigkeitsverstöße. Mehr als doppelt so viele wie an gewöhnlichen Tagen.

München – Während des Blitzmarathons von Donnerstag 6 Uhr bis Freitag 6 Uhr wurden von der Münchner Polizei an 91 Kontrollstellen insgesamt 801 Geschwindigkeitsverstöße geahndet. Trotz der intensiven öffentlichen Ankündigung mit Bekanntgabe der Kontrollstellen hielten sich demnach viele Fahrzeugführer nicht an die ordnungsgemäße Geschwindigkeit.

 
Am Vormittag des Aktionstages wurde ein Motorradfahrer in der Heinrich-Wieland-Straße mit 105 km/h, anstelle der dort
zulässigen 50 km/h, gemessen. Den Fahrer erwarten nun ein Bußgeld von 560 Euro, zwei Punkte in Flensburg und zwei Monate
Fahrverbot. Im Rahmen der Präventions-Aktion „Kinder fragen Raser“ in der Großhaderner Straße im Bereich der dortigen Grundschule wurden „Temposünder“ von Schülern der vierten Jahrgangsstufe direkt zu ihrem Verkehrsverstoß befragt.

 
Die „Ertappten“ bekamen von den Schülern „als Strafe“ saure Drops mit auf den weiteren Weg. Alle Befragten versprachen
Besserung und zukünftig auf eine angemessene Geschwindigkeit, besonders im Bereich von Schulen und Kindergärten, zu achten. Der Spitzenreiter wurde hier mit 51 km/h bei erlaubten 30 km/h gemessen. Auch dieser bekam zu seiner gebührenpflichtigen Verwarnung über 35 Euro einen sauren Drop. Die Fahrzeugführer, die mit angepasster Geschwindigkeit fuhren, bekamen von den Schülern zur Belohnung ein Schokoladenbonbon.

 

An einem normalen Tag sind es allein 350 Geschwindigkeitsverstöße in München.

 

pol/mk