Die Polizei im Einsatz im Bayerischen Blitzermarathon., © Die Polizei im Einsatz: Kontrolle beim Blitzermarathon

Blitzermarathon: Trotz Vorwarnung tausende Verstöße zur Halbzeit

Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann zur Zwischenbilanz beim Bayerischen Blitzmarathon: Trotz Vorankündigung mehr als 8.000 Geschwindigkeitsverstöße – Spitzenreiter 86 Stundenkilometer zu schnell – Kontrollaktion mit mehr als 2.000 Messstellen geht bis 25. September

 

231.672 kontrollierte Fahrzeuge und 8.290 Geschwindigkeitsverstöße innerhalb der ersten 24 Stunden an mehr als 1.000 Messstellen des Bayerischen Blitzmarathons. Diese erste Zwischenbilanz hat Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann heute gezogen:

 

„Trotz groß angelegter Vorankündigung haben es einige leider immer noch nicht kapiert, besser den Fuß vom Gaspedal zu nehmen. Wenn mehrfach in ganz Bayern Autofahrer sogar mit mehr als 60 Stundenkilometern zu schnell geblitzt wurden, fehlt mir jegliches Verständnis. Solche unverantwortlichen Raser haben sich ihr saftiges Bußgeld und das mehrmonatige Fahrverbot als Denkzettel redlich verdient.“

 

Die Beanstandungsquote liege laut Herrmann insgesamt aber deutlich unter dem Durchschnitt normaler Geschwindigkeitskontrollen. „Bis zum 25. September werden wir unseren Bayerischen Blitzmarathon mit mehr als 2.000 Messstellen vor allem auf Landstraßen sowie an Kindergärten und Schulen fortführen“, kündigte Herrmann an.

 

Nachdem die Liste mit den Messstellen bereits vor einer Woche veröffentlicht wurde und im Internet unter www.sichermobil.bayern.de zur Verfügung steht, kann sich jeder entsprechend infomieren.

 

Dazu Herrmann: „Wir wollen, dass sich die Menschen im Straßenverkehr das Thema ‚Geschwindigkeit‘ wieder bewusst vor Augen führen. Es geht uns nicht um den Griff ins Portemonnaie, sondern um weniger Opfer.“ Wie der Innenminister erläuterte, starben vergangenes Jahr allein durch Geschwindigkeitsunfälle 200 Menschen auf Bayerns Straßen. Das Risiko, durch ein Tötungsdelikt ums Leben zu kommen, sei rund dreimal geringer.

 

„Das ist vielen Autofahrern leider nicht bewusst: Rasen tötet“, ermahnte Herrmann eindringlich. „Unsere Kontrollwoche soll daher wachrütteln, endlich den Fuß vom Gas zu nehmen.“
Absoluter Spitzenreiter während der ersten 24 Stunden des Bayerischen Blitzmarathons war ein englischer Tourist auf der Ingolstädter Straße in München. Mit seinem Leihwagen war er gestern gegen Mittag mit 136 Stundenkilometern statt der erlaubten 50 unterwegs.

 

 

Neben einer Sicherheitsleistung von 250 Euro erwartet den Raser eine Anzeige und ein dreimonatiges Fahrverbot in Deutschland. Auch den anderen Polizeipräsidien gingen eine Reihe von Rasern ins Netz (Spitzenreiter):

 

• PP Schwaben Nord bei Untermeitingen 82 km/h zu schnell,
• PP Oberfranken in Bayreuth 67 km/h zu schnell
• PP Unterfranken bei Eltingshausen 64 km/h zu schnell
• PP Oberpfalz bei Schwandorf 63 km/h zu schnell
• PP Mittelfranken bei Ellingen 60 km/h zu schnell
• PP Niederbayern bei Haibach 60 km/h zu schnell
• PP Oberbayern Süd in Parsberg 59 km/h zu schnell
• PP Schwaben Süd/West bei Buch 56 km/h zu schnell
• PP Oberbayern Nord bei Lichtenau 48 km/h zu schnell

 

Einzelheiten zu den regionalen Zwischenergebnissen des Bayerischen Blitzmarathons erhalten Sie von den jeweiligen Polizeipräsidien.

 

–Pressemeldung aus dem bayerischen Innenministerium–