Immer wieder werden Blindgängern aus dem 2. Weltkrieg gefunden.

Bombe in der Maximilianstraße?

Liegt in der Maximilianstraße eine Bombe vergraben? Am Sonntag untersuchen Bombenspezialisten die Gefahrenstelle im Hof der Regierung von Oberbayern. Falls dort ein Blindgänger gefunden würde, wäre eine Evakuierung notwendig. Neben den Anwohnern wären dann auch öffentliche Gebäude, wie die Kammerspiele, betroffen. 

 

 

Nach der Bombendrohung bei dem Finale von „Germanys Next Topmodel“ könnte es auch in München nötig sein, Anwohner auf Grund einer Bombe zu evakuieren. Natürlich ist das Szenario in München ein anderes und keineswegs so hektisch, aber dennoch nicht minder gefährlich. Im Innenhof der oberbayerischen Regierung wurde am Mittwoch ein metallischer Gegenstand gefunden.

 

Bislang ist allerdings nicht klar, ob es sich wirklich um einen Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg handelt. Dies soll am Sonntag festgestellt werden. Bislang ist nur ein Ausschlag eines Metalldetektors festgestellt worden. Karl Pieterek, Sprecher der Branddirektion, sprach von einem“ Verdachtsgegenstand“ der bei den Bauarbeiten für die Generalsanierung des Regierungsgebäudes gefunden wurde.

 

Es muss sich hierbei aber keineswegs um eine Bombe halten. „Das kann eine alte Metall-Badewanne sein, ein stillgelegtes Abflussrohr“, sagte Pieterek. „Aber es könnte auch eine Bombe sein“, so der Sprecher der Branddirektion. Um jegliche Gefahr ausschließen zu können, „muss unbedingt überprüft werden, um was es sich bei dem Objekt handelt“, stellt Pieterek klar. „Die Gefahr einer Bombe müssen wir zur Sicherheit immer im Hinterkopf behalten“, betonte er.

 

Falls es sich um einen Blindgänger handeln sollte, wäre es nicht der erste, der in München gefunden wurde.

 

Damit der Gegenstand sicher geborgen werden kann, muss zunächst heute und morgen die Erde im entsprechenden Bereich vorsichtig abgetragen werden. Dabei wird einen Meter Abstand zum Gegenstand eingehalten.Die Bauarbeiten wurden erstmal eingestellt, da die dabei entstehenden Erschütterungen zu gefährlich wären. Am Sonntag kommen dann Bombenspezialisten zur Fundstelle, um die Feinarbeit zu erledigen. Die Freilegung der möglichen Bombe wird dann per Hand durchgeführt. Für den Ernstfall ist alles vorbereitet.

 

Falls es sich wirklich um eine Bombe handelt, wird auch  ein Umkreis von 300 Metern evakuiert werden müssen. „Ist die Bombe überdurchschnittlich groß, können es 500 oder 600 werden“, sagte Pieterek. Wie viele Anwohner davon betroffen wären, ist derzeit noch nicht klar. Hinzu kämen aber auch noch einige öffentliche Gebäude. Im Gefahrengebiet befinden sich unter anderem die Kammerspiele und die Praterinsel.