Bundespolizei stoppt Ghanaer am Flughafen München

Für einen ghanaischen Staatsangehörigen endete seine Reise am Samstag vorzeitig am Münchner Flughafen. Der unerlaubt in Italien lebende Mann war aus Neapel angekommen und wollte weiter nach Düsseldorf fliegen. Bei der Kontrolle versuchte er, die Bundespolizei mit gefälschten italienischen Aufenthaltstiteln zu täuschen. Die Beamten erkannten den Schwindel und nahmen den Afrikaner wegen des Verdachts der Urkundenfälschung fest.

Auf der Wache fanden die Bundesbeamten bei dem Mann auch noch eine gefälschte italienische Identitätskarte. Bei der anschließenden Vernehmung verstrickte sich der 26-Jährige mehr und mehr in Widersprüche und gab schließlich zu, dass er die gefälschten Papiere zusammen mit den Flugtickets von einem „Freund“ in Italien für etwa 400 Euro gekauft hatte. Er sei im Jahr 2008 von Ghana nach Italien gekommen und habe sich dort seitdem ohne die nötigen Papiere in verschiedenen Städten aufgehalten. Sein ghanaischer Reisepass sei ihm vor zwei oder drei Jahren an einem Bahnhof gestohlen worden.

Da er in Italien keine Arbeit gefunden habe, habe er sich die gefälschten Dokumente besorgt und sich auf den Weg nach Düsseldorf gemacht. Dort habe er einen Freund besuchen und sein Glück auf dem deutschen Arbeitsmarkt versuchen wollen.

Die Bundespolizisten zogen die verfälschten Dokumente ein. Der 26-Jährige muss sich strafrechtlich wegen Urkundenfälschung, unerlaubter Einreise, unerlaubten Aufenthalts und Verbringens von falschen amtlichen Ausweisen verantworten. Außerdem muss er Deutschland wieder verlassen. Auf Entscheidung des Amtsrichters in Landshut wartet der Afrikaner jetzt in der Justizvollzugsanstalt Nürnberg, bis Dokumente dafür beschafft worden sind.

rr/Bundespolizei Münchner Flughafen