Burnout bei Lehrern

Der Aktionsrat Bildung fordert Burnout-Prävention für Lehrer. Die Schulen, aber auch die Bundesländer sollen die Lehrkräfte deutlich mehr Unterstützung für Burnout-bedrohte Lehrer leisten. Das geht aus einer Studie hervor, die am Dienstagvormittag in München vorgestellt werden soll und die der Nachrichtenagentur dpa vorab schon vorlag.

 

Prävention und Intervention

„Bildungspolitik und Bildungseinrichtungen sind aufgefordert, ihren Beitrag zur Prävention und Intervention zu leisten“, erklärte Alfred Gaffal, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Diese hatte den Aktionsrat 2005 gegründet. Mangelndes Prestige des Lehrerberufs und Mobbing seien Gründe, warum die Diagnosen psychischer Erkrankungen im Bildungswesen anstiegen. Der Aktionsrat drängt darauf, bereits mit Studenten Gespräche zu führen und das Staatsexamen zu reformieren. Lehrer müssten mit flächendeckenden Serviceeinrichtungen besser betreut werden.

 

Burnout-Syndrom – was genau ist das?

Als Burnout-Syndrom wird ein Zustand ausgesprochener emotionaler Erschöpfung bezeichnet. Damit verbunden ist eine reduzierte Leistungsfähigkeit. Burnout beginnt meist mit einer Begeisterungsphase, geht über in frustrierende Erlebnisse und endet in einem Zustand der Desillusionierung, Apathie, Depression oder Aggressivität, oft auch in Verbindung mit erhöhter Suchtgefährung.

 

Brunout ist keine Krankheit

Das Brunout-Syndrom ist wissenschaftlich nicht als Krankheit anerkannt. Vielmehr gilt es als Problem des Lebensbewältigung. Wissenschaftler verstehen das Burnout-Syndrom als eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung. Die Ursachen dafür sind berufliche oder anderweitige Überbelastung. Meist wird das Burnout-Syndrom durch Stress ausgelöst, der wegen der verminderten Belastbarkeit der betroffenen Person nicht bewältigt werden kann.

 

rr/ dpa