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Callcenter-Betrug – Münchner Rentnerin um 100.000 Euro erleichtert

Eine 75-jährige Münchnerin ist offenbar Opfer dreister Callcenter-Betrüger geworden. Insgesamt 100.000 Euro ergaunerten sie im Zeitraum zwischen 2015 und 2016 bei der Rentnerin.

 

Leider klappt dieser Trick immer wieder: Die Dame wurde 2015 von den Tätern darüber informiert, einen hohen Geldbetrag gewonnen zu haben. Für die Auszahlung müsse die Dame jedoch aufgrund von Notar- und anderer Kosten zunächst selbst Geld ins Ausland überweisen.

 

Die Rentnerin konnte sich nach eigenen Angaben nicht selbstständig gegen die Erklärungen und Forderungen der Unbekannten wehren, diese traten äußerst fordernd und wortgewandt auf. Insgesamt überwies sie deshalb im Zeitraum zwischen Juli 2015 und Dezember 2016 etwa 100.000 Euro an türkische und bulgarische Konten.

 

Seit Sommer 2015 hatten die Callcenter-Agenten und die Rentnerin wöchentlich, teils täglich telefonischen Kontakt. Die Betrüger an der anderen Seite des Hörers waren offenbar so überzeugend, dass sich die Dame sogar davor drücken wollte, den Vernehmungstermin der Polizei wahrzunehmen, um den Anruf zur endgültigen Geldüberweisung des Gewinns nicht zu verpassen. Aufgekommen war die perfide Masche dadurch, dass der Hausbank der Rentnerin die ungewöhnlichen Überweisungen auffielen. Darauf meldeten die Bankangestellten den Vorfall der Polizei.

 

Die Kriminalpolizei München hat derweil Callcenter-Betrügern den Kampf angesagt:

 

 

kw