Christian Ude blickt optimistisch in die Zukunft

Mit dem Machtwechsel in Bayern hat es nicht geklappt: SPD-Herausforderer Christian Ude und seine Partei haben es aktuellen Hochrechnungen zufolge auf etwa 21 Prozent geschafft. Das selbst erklärte Ziel hat die SPD damit nicht erreicht: „Ich rede nicht herum, unser Wahlziel war kühner und waghalsiger – und das ist nicht erreicht worden“, gibt Ude im Interview mit münchen.tv offen zu.

 

Die CSU hingegen konnte mit knapp 50 Prozent voraussichtlich eine absolute Mehrheit im Bayerischen Landtag erreichen. Herausforderer Christian Ude sieht es so: „Es ist der CSU nur gelungen, frühere CSU-Wähler zurückzugewinnen, die zeitweise irrtümlich die FDP gewählt hatten.“ Die FDP, die seit 2008 gemeinsam mit der CSU die Regierung gebildet hatte, kommt bei den aktuellen Wahlen bislang auf rund 3 Prozent.

 

Doch Ude gibt sich optimistisch, denn nach der Wahl ist vor der Wahl: „Vor allem waren wir deutlich besser als in den letzten Umfragen, und das macht auch Mut für den kommenden Sonntag.“ Wenn die Bundestagswahl dann vorüber ist, könne man sich intensiver mit dem bayerischen Wahlergebnis beschäftigen. „Wo haben wir warum zugelegt? Da machen wir weiter. Und wo hat das Ergebnis nicht befriedigt? Da müsen wir besser werden.“

 

Und was kommt jetzt bei Christian Ude – der Ruhestand? „Nein“, lacht er, „der kommt garantiert nicht!“ Die nächsten Monate sei er ja immerhin noch Oberbürgermeister von München und müsse beim Oktoberfest o’zapfen. Und nach der Amtszeit? „Auch dann werde ich ein politischer Mensch bleiben.“

 

mt