Auszeichnung der Lebensretter in Bayern mit der Christopherus-Medaille

Christophorus-Medaillen verliehen – Das sind Bayerns Lebensretter

München – Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat am Mittwoch 87 Personen mit der Bayerischen Rettungsmedaille für ihren Mut und ihren Einsatz in lebensgefährlichen Situationen ausgezeichnet.

 

 

„Sie waren da, als Ihre Mitmenschen Sie gebraucht haben, Sie haben Leben gerettet“, sagte Seehofer im Antiquarium der Münchner Residenz. Die Auszeichnung wird jährlich an Menschen verliehen, die ihr Leben riskierten, um andere vor dem Tod zu retten. Zudem ehrte Seehofer 50 weitere Menschen mit der Christophorus-Medaille. Sie zeichnet Menschen aus, die anderen unter besonders schwierigen Umständen das Leben retteten. Alle Preisträger seien Bürger, «die wirklich Vorbilder sind», sagte Seehofer.

 

Die vollständige Liste der Preisträger finden Sie hier.

 

 

Einige Beispiele aus der Region:

 

  • Frau Gebel und Herr Busic retteten in München einen Mann, der in den Gleisbereich gefallen war, vor der einfahrenden U-Bahn. Frau Gebel konnte sich nur durch einen Sprung zurück auf den Bahnsteig in Sicherheit bringen. Herrn Busic gelang es in letzter Sekunde, sich in den Fluchtraum längs des Gleises zu retten.

 

  • Herr Datchangue beobachtete am Pasinger Bahnhof in München eine junge Frau, die versuchte, vom Brückengeländer der Bahnunterführung auf die Straße zu springen. Er handelte schnell und begab sich auf die Fahrbahn der verkehrsreichen Straße, um die Frau aufzufangen.

 

  • Die Herren Dräger und Peake retteten einen Mann aus seiner brennenden und stark verrauchten Wohnung.

 

  • Frau Fenske rettete zusammen mit Herrn Keßler in München einen bewusstlosen Mann, der in den Gleisbereich der U-Bahn gestürzt war.

 

  • Die Herren Freisleben und Hellinger retteten drei Personen aus dem Unterschleißheimer See. Die beiden Retter mussten fünf Meter tief tauchen, um die Verunglückten zu bergen.

 

  • Frau Fuchs und Herr Lochner retteten am Strand von Alicante / Spanien ein Ehepaar aus dem Wasser, das in einen starken Sog geraten war und aus eigener Kraft nicht mehr zurück schwimmen konnte.

 

  • Die beiden „Eisbachsurfer“ Thomas Hensel und Philipp Soller retteten bei Dunkelheit einen Surfer aus dem Eisbach, der auf der Welle gestürzt war und sich mit seinem Surfbrett eine Kopfverletzung zugezogen hatte.

 

  • Herr Horvath rettete einen im Rollstuhl sitzenden 86-jährigen Bewohner eines Seniorenheimes aus seinem brennenden und stark verqualmten Appartement.

 

  • Frau Jaud und Herr Postruzin retteten in Weilheim ohne Atemschutz und Schutzkleidung eine bereits bewusstlose Frau aus ihrer brennenden und verqualmten Wohnung.

 

  • Die Herren Krois und Sönmez retteten an der Eisenbahnbrücke des Güterbahnhofs in München eine Frau, die auf dem ungesicherten Brückengeländer stand, um auf das 10 m tiefer gelegene Gleisbett zu springen. Die beiden begaben sich auf den hinter dem Brückengeländer befindlichen Fallschutz, unter dem sich die Hochspannung führenden Oberleitungen der Bahn befinden und bekamen die Frau gerade noch zu fassen, als sie zum Sprung ansetzte.

 

  • Die Herren Kuhlmann, Lieb und Walter retteten am S-BahnGleis in Neuperlach eine junge Frau, die das Bewusstsein verloren hatte und in das Gleis stürzte. Sie sprangen ins Gleis und hoben diese wenige Sekunden vor der einfahrenden S-Bahn aus dem Gefahrenbereich.

 

  • Der 18-jährige Schüler Marco Richter rettete durch einen Sprung in den Heimstettener See bei Dunkelheit eine verunglückte junge Frau, die etwa 100 m vom Ufer entfernt bewusstlos im Wasser trieb.

 

  • Herr Talmon-Gros beobachtete einen schweren Verkehrsunfall in München, bei dem eine Radfahrerin von einem abbiegenden LKW erfasst wurde und samt Fahrrad unter dem LKW mitgeschleift wurde. Er sprang vor den fahrenden LKW, dessen Fahrer nichts bemerkt hatte, und konnte so gerade noch verhindern, dass die Radfahrerin von der Hinterachse des LKWs überrollt wurde.

dpa/pm