Nashornbulle Tsavo vom Zirkus Krone, © Feuerwehr München

Circus Krone: Ein Breitmaulnashorn hat Bauchschmerzen

Am Samstagvormittag musste die Feuerwehr zum Circus Krone ausrücken. Doch nicht weil es dort brannte, sondern weil ein Breitmaulnashorn medizinisch untersucht werden musste. Dazu mussten die Einsatzkräfte das Tier in aufrechter Position halten.

 

Die medizinische Untersuchung des Tieres war notwendig, weil der Nashornbulle, namens Tsavo, offensichtlich unter Bauchschmerzen litt. Nun kann so ein Nashorn natürlich nicht einfach sagen, dass es ihm nicht gut geht, aber die Tierpfleger merkten es daran, dass der 45 Jahre alte Bulle in den letzten Monaten über 300 Kilo abgenommen hatte.

 

Deshalb musste eine Untersuchung her: Und zwar eine Magen-Darmuntersuchung unter Narkose. Diese kann aber nur erfolgen, wenn das Tier in aufrechter Position steht. Allen Beteiligten war im Vorhinein schon klar, dass das kein leichtes Unterfangen werden würde:

 

Nashornbulle Tsavo vom Zirkus Krone, © Feuerwehr München

 

Die Feuerwehr befestigte das zwei Tonnen schwere Nashorn an Gurten und platzierte es auf sogenannten Lufthebekissen. So konnte das Tier auch während der Betäubung aufrecht stehen und im Bedarfsfall durch die Kissen in die richtige Position gebracht werden. Neben der Magen-Darmuntersuchung, schauten sich die Tierärzte auch das Maul und die Zähne des Breitmaulnashorns an.

 

Tsavo ist eines der wenigen und ältesten Breitmaulnashörner der Welt. Diese vom Aussterben bedrohte Art lebt eigentlich in den Grassavannen Afrikas. Breitmaulnashörner sind die größten Nashörner der Welt und können bis zu 3,80 Meter lang und bis zu 1,80 Meter hoch werden.

 

Nashornbulle Tsavo vom Zirkus Krone, © Feuerwehr München