© Bayerisches LKA deckt Geldfälscher-Werkstatt auf

Das LKA hebt Falschgeldwerkstatt von 21- und 23-Jährigen aus

Einen Geldfälscher-Ring hat das Bayerische Landeskriminalamt gesprengt. In einer kleinen unscheinbaren Garage wurden Unmengen Falschgeld produziert. Die beiden jungen Täter wurden sofort festgenommen.


Am heutigen Mittwoch, den 02.03., wurde vom Landeskriminalamt eine Falschgeldwerkstatt ausgehoben. Die Beamten waren einem konkreten Zeugenhinweis auf eine Geldfälscherwerkstatt gefolgt, den sie im Januar 2016 erhalten hatten. Diese sollte sich in einer Einzelgarage befinden.

 

Das Bayerische Landeskriminalamtes in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft
Landshut übernahm die Ermittlungen. Diese verliefen erfolgreich und es konnte herausgefunden werden, dass zwei deutsche Männer im Alter von 21 und 23 Jahren aus dem Raum Landshut die Mieter der Garage sind. Die beiden Arbeitslosen gingen auffällig oft in der kleinen Garage ein- und aus. Dabei wurde mehrmals Papier in die Garage hineingebracht und Säcke mit Altpapier wurden wieder hinaustransportiert. Mit diesen Beobachtungen erhöhte sich der Verdacht auf eine Geldfälscherwerkstatt.
Im Rahmen einer Durchsuchungsaktion erfolgte am Mittwoch, den 24.02. schließlich der Zugriff.
Die Beamten des LKA und Kräfte der örtlich zuständigen Polizei aus Landshut, schnappten die beiden jungen Männer am Tatort.

© Bayerisches LKA deckt Geldfälscher-Werkstatt auf

 

Die Beamten machten dabei einen erstaunlichen Fund. In der kleinen Garage fanden sie 60 fertiggestellte 50-Euro-Falschnoten, drei Tintenstrahldrucker, große Mengen speziellen Papiers,
Schneidegeräte, Chemikalien zur Behandlung des Papiers, Druckerfarbe und auch
fertige Folienelemente für das Falschgeld. Auch die für Falschgeldherstellung typischen Schnittreste wurden in Müllsäcken gefunden.
Genaue Recherchen zeigten, dass das in der Garage hergestellte Falschgeld bereits im Darknet angeboten und an Besteller versandt worden war. Bereits 200 Post-Einlieferungsbelege konnten in den sichergestellten Unterlagen gefunden werden, die den Versand des Falschgeldes an die Besteller aufzeigen. Dadurch wurde auch bekannt, dass die Falsifikate auch außerhalb Bayerns verschickt wurden. Die Ermittlungen dauern an, um die genaue Reichweite klären zu können.
Gegen beide Tatverdächtigen wurde ein Untersuchungshaftbefehl erlassen. Geldfälschung ist kein Kavaliersdelikt und das Gesetz schreibt für derlei Verbrechen eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr vor.