Mindestlohn und Preise auf dem Oktoberfest - Wiesn-Wirte suchen Lösung

Das war’s: Keine Bierpreisbremse für die Wiesn!

Nach einer hitzigen  Debatte im Münchner Stadtrad ist das leidige Streitthema „Bierpreisbremse“ nun endgültig vom Tisch. Das Gremium hat sich gegen eine Deckelung des Bierpreises auf dem Münchner Oktoberfest entschieden.

 

 

Die geplante Bierpreisbremse von Wiesn-Chef  Josef Schmid (CSU) hat im Münchner Stadtrat eine hitzige Debatte ausgelöst, die seit Wochen lodert. Jetzt endlich ist eine Entscheidung gefallen.

Schmid hatte drei Punkte vorgeschlagen um die gestiegenen Sicherheitskosten zu decken:

  • Wegen der gestiegenen Sicherheitskosten für das Oktoberfest (neuer Zaun, Taschenkontrolle, mehr Sicherheitspersonal) forderte Schmid eine Umsatzpacht von den Wirten. In diesem Jahr soll sie 5,1 Prozent vom Nettoumsatz betragen.
  • Um zu verhindern, dass wegen der geplanten Umsatzpacht die Bierpreise auf dem Oktoberfest jährlich weiter steigen, wollte Schmit den Bierpreis deckeln. Eine Mass soll damit bis 2019 höchstens 10,70 Euro kosten, eine Halbe Bier höchsten 7,80 Euro.
  • Zusätzlich wollte Schmid das Oktoberfest um einen Tag verlängern und damit einen „Münchner Montag“ einführen, bei dem die münchner Bevölkerung 25 Prozent der Wiesn-Plätze ohne Verpflichtung zur Mindestabnahme reservieren können.

 

 

Jetzt wurde die Bierpreisdeckelung abgelehnt. Die meisten Stadträte fürchten, dass die Wiesnwirte ansonsten den Umsatz, der ihnen beim Bier verloren geht, auf alkoholfreie Getränke und Hendl umschlagen würden.

Nach der Stadtrats-Entscheidung können die Oktoberfest-Wirte auch in diesem Jahr den Preis für die Maß Bier selbst bestimmen. Die Stadträte stimmten aber auch einem Zusatztag zur Verlängerung der Wiesn mehrheitlich nicht zu.

Umgesetzt werden soll hingegen – wenngleich mit Änderungen – Schmids Vorschlag, die erhöhten Kosten für mehr Sicherheit über eine Umsatzpacht durch die Wirte hereinzuholen. Alle Vorschläge gehörten zu einem Paket von Maßnahmen, bei dem es um die Finanzierung der Sicherheitsvorkehrungen wegen der Terrorgefahr geht.

 

 

 

Sehen Sie in den Videos wie sich der Streit um die Bierpreisbremse entwickelt hat:

 

 

 

 

brc/dpa