Münchner Verkehr

Daumen hoch: Carsharing in München

Sie brauchen regelmäßig oder einmalig ein Auto, möchten sich aber selber keines zulegen – weil es sich einfach nicht lohnt? Oder Sie haben ein Auto, verwenden es aber eher selten? Vielleicht wäre Carsharing für Sie eine Option – für weniger Autos auf Münchens Straßen!

 

 

Ein Auto zu mieten, ist heutzutage eigentlich nichts Besonderes mehr. Zahlreiche gewerbliche Anbieter stellen die verschiedensten Modelle zur Verfügung. Doch das „offizielle“ Mieten eines Fahrzeuges ist nicht für alle die richtige Lösung, meist stehen die Leihautos nur sehr zentral (etwa am Hauptbahnhof und am Flughafen) oder aber die Preise sind für Gelegenheits-Mieter einfach zu hoch.

 

Eine Alternative zu Europcar, Sixt und co. ist das sogenannte Prinzip des „Carsharings“. Das gibt es in verschiedenen Varianten. Die Bahn bietet zum Beispiel Carsharing an („Flinkster“), außerdem die Stadt („Stattauto“) und daneben noch zahlreiche Privatfirmen. Eine Übersicht mit allen wissenwerten Details finden Sie hier.

Dabei gibt es meistens eine oder mehrere Stationen, an denen Autos stehen. Mittels einer Chipkarte, eines Schlüssels o.ä. können angemeldete Kunden ganz spontan und so lange sie wollen ein Auto mieten.

Vorteil: Nach einmaligem Anmeldeprozess sehr kurzfristig machbar, und immer flexibel.

Nachteil: Die Stationen sind je nach Anbieter vielleicht nicht in unmittelbarer Nähe, und mit ca. 8 Euro pro Stunde plus Kilometerpauschale ist das Auto auch nicht wirklich günstig.

 

 

Einige wenige Firmen bieten auch flexibles Automieten an. Hier kann innerhalb von dem Geschäftsgebiet ( in diesem Falle München Stadt) jederzeit und überall ein Auto angemietet und auch wieder abgestellt werden.

Vorteil: Maximale Flexibilität

Nachteil: Dieser Service treibt natürlich den Preis weiter nach oben.

 

Seit kurzem wird auch ein anderes Prinzip des Carsharings in München immer beliebter: Das Vermieten von Privat an Privat. Auch hier gibt es zahlreiche Anbieter. Das Vertrauen zwischen Mieter und Vermieter entsteht mittels Bewertungen auf Online-Plattformen. Natürlich müssen die Anbieter einen Prozentsatz ihres Gewinns an die Plattform abgeben – dafür haben sie die Möglichkeit des unkomplizierten Anbietens und die Autos sind außerdem automatisch versichert.

 

Beispiele für diese Art der Autovermittlung sind flexauto.de, autonetzer.de oder auch die europaweit erfolgreiche Newcomer-Group drivy.de.

 

Vorteil: Durch die private Vermittlung gibt es mehr Standorte, und die Chance auf ein Leihauto in unmittelbarer Nähe ist größer. Außerdem ist durch das Wegfallen von Steuern und Gebühren das Auto um einiges günstiger.

Nachteil: Um zu einem „vertrauenswürdigen“ Mieter / Vermieter zu werden, ist erst eine Eingewöhnungsphase notwendig. Außerdem kann das Auto nicht sehr kurzfristig gemietet werden – es bedarf eines längeren Vorlaufes.

 

 

So oder so – Carsharing ist eine sinnvolle und verantwortungsbewusste Methode, ein bisschen weniger Autos auf die Straßen zu treiben. Und allein dafür lohnt es sich auf jeden Fall.

 

 

 

jn