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Daunenjacke verursacht stundenlanges S-Bahn-Chaos in München

Wegen einer Jacke haben Zehntausende Pendler am Dienstagvormittag in und um München vergeblich auf ihre Züge gewartet. Sechs Stunden lang war der gesamte S-Bahn-Verkehr zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof unterbrochen.

 

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Eine Daunenjacke hat am frühen Dienstagmorgen ein stundenlanges S-Bahn-Chaos in München verursacht. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, hatte sich das auf dem Dach eines S-Bahn-Zuges liegende Kleidungsstück in einem Stromabnehmer verfangen und einen Kurzschluss ausgelöst. Zwischen Hauptbahnhof und Ostbahnhof war der Berufsverkehr komplett unterbrochen, zu Einschränkungen kam es auch an einigen anderen Bahnhöfen. Um etwa 12.30 Uhr nahm die Deutsche Bahn den Betrieb wieder auf.

 

 

«Wir bedauern, dass die Fahrgäste diese Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen mussten», sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Dienstag. «Diese Daunenjacke hat einen großen Schaden angerichtet. Die Polizei wird die Ermittlungen aufnehmen.»

 

Denn die Reparaturarbeiten waren umfassend: An den beschädigten Oberleitungsstellen am Hauptbahnhof und am Isartor musste die Bahn einen sogenannten Turmtriebwagen einsetzen und den Zug selbst abschleppen. Zudem brannte ein Stromabnehmer ab. Während der Unterbrechungen fuhr die Bahn ein Störfallprogramm. Die Züge endeten vorzeitig am Ostbahnhof, am Hauptbahnhof oder in Pasing, oder sie wurden umgeleitet.