© Symbolfoto einer Demo in München

Demo gegen bayerische Asylpolitik in München

München – Rund 2000 Menschen sind in München gegen die Asylpolitik der CSU-Staatsregierung auf die Straße gegangen. Bei einer Kundgebung kritisierten die Teilnehmer am Montagabend vor allem die vom Freistaat geplanten neuen Einrichtungen für Flüchtlinge in Grenznähe. Dies seien „Abschiebelager“. 

 

Auf Plakaten hieß es unter anderem „Mensch sein heißt helfen“ und „Refugees welcome“. Unterstützt wurde die Kundgebung, die unter dem Motto „Mia san ned nur mia“ stand, auch von der bayerischen SPD und den Grünen.

 

Vor einer Woche hatte das bayerische Kabinett beschlossen, in Grenznähe zwei spezielle Aufnahmezentren schaffen zu wollen, in denen Flüchtlinge ohne Bleibeperspektive untergebracht werden sollen, um dann schneller abgeschoben werden zu können.

 

Erstmals mehr als 1000 illegale Einreisen an einem Tag

 

Währenddessen hat die Zahl unerlaubter Einreisen nach Bayern an einem einzigen Tag erstmals die 1000er-Grenze überschritten. Am vergangenen Samstag (25. Juli) registrierte die Bundespolizei mehr als 1100 illegale Grenzübertritte – so viele wie nie zuvor. Nach Angaben der Bundespolizeidirektion vom Montag war auch die komplette vergangene Woche mit knapp 6000 Fällen neuer Rekord.

 

„Die Zahlen steigen bereits seit langem kontinuierlich, seit rund drei Monaten sogar explosionsartig“, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei. Bayernweit seien im vergangenen Jahr rund 23.500 unerlaubte Einreisen erfasst worden. Heuer seien es bereits in den ersten sechs Monaten mehr als 32.000 gewesen. Die meisten illegalen Einwanderer kämen über die deutsch-österreichische Grenze, bevorzugt in den Landkreisen Rosenheim und Passau.

 

 

(dpa/lby)