Etliche Autos im Stau auf der Autobahn, © Symbolfoto

Der Mittlere Ring – die staureichste Straße Deutschlands!

Jeder kennt ihn, den Stau auf dem Mittleren Ring. Auf den 28 Kilometern des Rings verlieren Autofahrer im Jahr 93 Stunden! Kein Wunder, dass er auch 2015 die staureichste Straße Deutschlands blieb.


Der Mittlere Ring kostet Autofahrern viel Zeit und Nerven, denn hier kommt es häufig zu erheblichen Verzögerungen. Laut der aktuellen Traffic Scorecard von INRIX, standen Autofahrer in der bayerischen Hauptstadt letztes Jahr 93 Stunden im Stau, das entspricht 4,5 Stunden mehr als 2014. Gegenüber 2014 hat sich die Situation dadurch um zehn Prozent verschlechtert.

 

Besonders Berufspendler können ein Lied davon singen. Am Donnerstagabend um 18 Uhr ist der Stau am Mittleren Ring am schlimmsten. Für die Strecke von 28 Kilometern, für die man normalerweise zirka eine halbe Stunde benötigt, kann man schon einmal fast 1,5 Stunden brauchen. Mit 20 km/h bewegt man sich dann auf der Straße rund um das Münchner Zentrum fort.  München kletterte von Platz 6 auf Platz 4 der schlimmsten Stau-Städte Deutschlands.

 

Video: 110 – Das Polizeimagazin: Die Münchner Verkehrszentrale

 

Die verkehrsreichste Stadt Deutschlands ist München jedoch nicht. Spitzenreiter sind Stuttgart, Köln und Karlsruhe. Stuttgart erlebte den höchsten Anstieg an Verkehrsstaus in Europa im Jahr 2015 – nämlich um 14 Prozent. Stuttgart liegt somit auf Platz 2 der staureichsten Städte Europas. Dabei belegt Deutschland 2015 im dritten Jahr in Folge Platz drei der verkehrsreichsten Länder Europas, Fahrer stehen hierzulande durchschnittlich 38 Stunden im Stau.

 

Bryan Mistele, Präsident und CEO von INRIX äußert sich zu den möglichen Gründen des starken Verkehrsaufkommens:

 

„Das stetige Wachstum der deutschen Wirtschaft hatte einen Anstieg der Verbraucherausgaben zur Folge, was in Verbindung mit dem Rückgang der Spritkosten auch zu mehr Straßenverkehr führte. So stiegen die Verkehrsstaus in Stuttgart und anderen deutschen Städten deutlich an.“

 

 

Den weltweiten Bericht der INRIX-Untersuchung finden Sie auf http://inrix.com/scorecard/