Deutscher Schulpreis für Mädchen-Realschule in München

Der mit 100 000 Euro dotierte Deutsche Schulpreis geht in diesem Jahr an eine Mädchen-Realschule in München.

 

Die städtische Anne-Frank-Realschule leiste mit ihrem naturwissenschaftlichen Profil einen wichtigen Beitrag dazu, Mädchen für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und dem Fachkräftemangel in diesen Berufen entgegenzuwirken, heißt es in der Begründung der Jury. Der Preis wurde am Freitag in Berlin von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) übergeben.

 

Die Robert-Bosch-Stiftung zeichnet seit 2006 gute Schulen mit dem Deutschen Schulpreis aus.

 

Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich gratuliert Schulgemeinschaften: „Hervorragende Konzepte erfolgreich umgesetzt“

 

„Ich freue mich außerordentlich, dass in diesem Jahr erstmals eine bayerische Realschule den Hauptpreis des Deutschen Schulpreises erhalten hat. Die Anne-Frank-Realschule in München begeistert Mädchen für die MINT-Fächer und bereitet ihre Schülerinnen sehr gut auf einen weiteren schulischen Weg an der FOS oder eine Ausbildung gerade im technischen Bereich vor“, betonte Bildungsstaatssekretär Georg Eisenreich anlässlich der Verleihung des Deutschen Schulpreises 2014 und fügte hinzu: „Ich begrüße es sehr, dass die Schülerinnen schon frühzeitig Einblicke in die Praxis erhalten, beispielsweise während der Chemie- und Physiktage an der Ludwig-Maximilians-Universität, und dass die Lehrkräfte das eigenverantwortliche Lernen in altersgemischten Gruppen fördern. Dies schult Eigenständigkeit und soziale Kompetenzen.“

 

Die Städtische Anne-Frank-Realschule ist eine Mädchenschule mit naturwissenschaftlichem Profil. Rund die Hälfte der Schülerinnen entscheidet sich regelmäßig für ein naturwissenschaftliches Wahlpflichtfach, über ein Viertel beginnt nach dem Abschluss eine Ausbildung im technischen Bereich.

 

Der Deutsche Schulpreis (Hauptpreis) ist mit 100.000 Euro dotiert und wurde heute in Berlin von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier überreicht. Die Robert Bosch Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof Stiftung. Seit dem Start des Programms haben sich über 1.500 Schulen für den Preis beworben. Eine Fachjury aus Schulpraktikern, Wissenschaftlern sowie Vertretern des staatlichen und privaten Schulwesens bewertet sechs Qualitätsbereiche: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Verantwortung, Schulleben und Schule als lernende Institution. Bayerische Preisträger aus den vergangenen Jahren sind das Johann-Schöner-Gymnasium Karlstadt, die Sophie-Scholl-Schule Bad Hindelang-Oberjoch, die Grundschule Süd Landau und die Realschule am Europakanal Erlangen.

 

Der Staatssekretär gratulierte außerdem der „SchlaU-Schule / Schulanaloger Unterricht für Flüchtlinge in München“ zum Gewinn des mit 25.000 Euro dotierten Preises der Jury: „Die Schlau-Schule‘ in München sorgt dafür, dass junge Flüchtlinge eine gute Schulbildung erhalten und einen Schulabschluss erreichen bzw. möglichst rasch in eine bayerische Regelschule eintreten können. Gerade diese Kinder und Jugendlichen brauchen unsere Hilfe. Ich gratuliere der ganzen Schulgemeinschaft herzlich zum Gewinn des Jury-Preises 2014.“

 

 

RG / dpa / Staatsministerium