Dicke Autos und CO2-Schleudern – Bayerns Politiker an Deutschlands Spitze

Die bayerische Staatsregierung ist wohl die schmutzigste in ganz Deutschland – zumindest wenn es um den CO2-Ausstoß ihrer Dienstautos geht. Bayerns Regierungsmitglieder fahren im Schnitt größere Autos als ihre Kollegen in vielen anderen Bundesländern. Auch deshalb liegt Bayerns Staatsregierung beim Schadstoff-Ausstoß bundesweit vorn.

 

 

München – Bayerns Staatsregierung liegt beim CO2-Ausstoß bundesweit vorn: Die Dienstwagenflotte der Kabinettsmitglieder produziert im Schnitt mehr Kohlendioxid als die Regierungsautos der übrigen 15 Bundesländer und des Bundes, wie die Deutsche Umwelthilfe in ihrem alljährlichen CO2-Ranking für Politikerwagen ermittelt hat. Mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 176 Gramm pro Kilometer liegt die Staatsregierung an der Spitze. Am klimafreundlichsten fährt der Hamburger Senat mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 114 Gramm pro Kilometer. Die Umwelthilfe veröffentlichte die neuen Zahlen am Mittwoch.

 

Das Politikerauto mit dem höchsten Ausstoß des klimaschädlichen Gases fährt aber nicht Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), sondern seine nordrhein-westfälische Amtskollegin Hannelore Kraft (SPD) mit 216 g/km. Dass die bayerische Staatsregierung insgesamt schlecht abschneidet, ist einfach erklärt: Bayerns Regierungsmitglieder fahren größere Autos als ihre Kollegen in vielen anderen Bundesländern – entweder Audi A8 oder BMW 750d.

 

In Hamburg und Bremen dagegen wird automobiles Understatement gepflegt, Dienstwagen der Luxusklasse sind dort verpönt. Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen fährt einen vergleichsweise bescheidenen Mercedes E250 mit einem CO2-Ausstoß von 118 g/km und ist damit laut Umwelthilfe umweltfreundlicher motorisiert als alle anderen Länderchefs.

 

dpa / pm