Die Boot-Saison bricht wieder an! Tipps für eine erfolgreiche Zeit auf dem Wasser

Draußen wird es allmählich wärmer, der blaue Himmel kommt öfter durch, und die Lust nach Freizeit in der Natur kommt so langsam wieder auf. Sobald es warm genug ist, zieht es auch viele Menschen wieder direkt ans Wasser. Besonders im Sommer ist nicht nur Schwimmen, sondern auch Bootfahren eine beliebte Freizeitaktivität. Gerade unsere Seenlandschaft in Oberbayern lädt zum Verweilen auf dem Wasser ein – wer kennt den Anblick des Chiemsees voller weißer Segel an warm-windigen Tagen nicht? Viele Urlauber oder Hobby-Kapitäne freuen sich bereits auf den Beginn der neuen Saison. Doch damit diese ein Erfolg wird, gibt es einiges zu beachten.

 

Wie komme ich zu einem Wasserfahrzeug?

Für die meisten Urlauber ist eine Tour auf einem kommerziellen Ausflugsboot der erste Berührungspunkt mit der Fahrt auf dem nassen Element. Bei vielen wird dabei der innere Kapitän geweckt – ein eigenes Boot, um den Urlaub mit mehr Freiheit zu genießen muss her! Für viele lohnt es sich dabei, eines für die Urlaubszeit zu mieten. Gerade an Seen und Meeresküsten, die sich für die Schifffahrt anbieten und beliebte Ziele sind, gibt es dafür für gewöhnlich mehr als ausreichend Angebote.
Vor allem Neulinge sollten sich so dem Bootfahren annähern, da eine vorschnelle Investition vermieden wird – ein tüchtiger Kahn kann schnell mehrere tausend Euro kosten – und man sich erst an das Hobby herantasten kann.

Wenn klar ist, dass das Bootfahren eine wahre Leidenschaft wird, und man häufiger viel Zeit auf dem Wasser verbringen möchte, kann ein eigenes Wasserfahrzeug angeschafft werden. Doch Vorsicht ist geboten: Auf den Käufer warten natürlich noch weitere Kosten, wie etwa für den Liegeplatz, die Anschaffung eines Transportanhängers und natürlich die Wartung.
Doch mit diesen Ausgaben erkauft man sich natürlich viele Vorteile, allen Voran die Freiheit, vollständig flexibel zu sein – und es vor allem auch spontan nutzen zu können. Wer möchte, kann es auch einfach an ein anderes Gewässer transportieren, und dort weiterhin das vertraute eigene Vehikel zu genießen.

 

Das eigene Schiffchen! Wie geht es nun weiter?

Wer ein eigenes Boot nicht zu teuer findet, und sich eines für die langfristige Nutzung zulegt, muss sich bewusst sein, dass es auch mit etwas Arbeit daherkommt. Zuerst einmal ist in den meisten Fällen ein spezieller Führerschein notwendig, auch für unmotorisierte Segelschiff und auch, wenn dieses nur angemietet wird. Nur auf bestimmten Gewässern kann man ein Boot ohne Führerschein chartern – vorher also dringend informieren!

Wie bei einem Auto ist die Haltung eines Bootes mit etwas Aufwand verbunden – jedes Fahrzeug will gepflegt, in Stand gehalten und auf Sicherheit überprüft werden. Ersatz für Verschleißteile und Material für sonstige Reparaturen erhält man beispielsweise bei Boote & Yachten Kantschuster, um für jede Aufgabe vorbereitet zu sein. Am Ende und vor Beginn einer Saison muss man mit besonders viel Arbeit rechnen.

 

Doch wie stellt man sicher, dass man bei der Wartung nichts übersieht und unbeschwert in den neue Saison 2019 starten kann?

  • Auch schon als Neuling nicht davor zurückschrecken, selbst Hand anzulegen. Dadurch lernt man das Boot besser kennen und versteht die Funktionsweise. Gleichzeitig vermeidet man so, dass durch kleine Defekte eine Urlaubstour verkürzt wird, da man sie einfach selbst beheben kann.
  • Es ist zu beachten, dass bei einer Überwinterung im Wasser zusätzliche Arbeiten anfallen, da der ständige Kontakt mit Wasser besonders außen unter der Wasserlinie seine Spuren hinterlässt. Wird der Winter an Land verbracht, spart man sich eventuell einige Schritte. Außerdem kann man einige Arbeiten bereits vorbereitend am Ende der Saison durchführen, und spart sich so etwas Zeit, wenn das Wetter schon eine Ausfahrt zulassen würde.
  • Die Überprüfung des Motors (falls vorhanden) sollte man Fachleuten überlassen. Wenn dies gegen Ende der letzten Saison bereits durchgeführt wurde, sollten dennoch zumindest Öl und eventuell Ölfilter korrekt erneuert werden.
  • Nichts übersehen: Ein Boot ist eine komplexe Konstruktion, bei dem jedes Teil wichtig für einen reibungs- und vor allem gefahrlosen Betrieb wichtig ist. Elektronik, Rumpf, Motoren und/oder Segel, Deck, Tauwerk, und, und, und – alles muss dringend beachtet werden. Eine Checkliste, um eine gute Routine aufzubauen ist besonders zu Beginn zu empfehlen.

Die Teile des Bootes unter der Wasserlinie sind ständig den Naturgewalten ausgesetzt, und werden innerhalb einer Saison besonders in Mitleidenschaft gezogen. Eventueller Bewuchs muss entfernt werden, und nach Abschleifen der Rumpf mit einem neuen Antifouling-Anstrich versehen werden

 

Weitere Tipps, damit der Bootsausflug nicht ins Wasser fällt

Was tun bei Seekrankheit? Wer ein Boot hat, kommt nicht darum, ab und zu Freunde mitzunehmen. Sollte einmal Gäste dabei sein, die plötzlich merken, dass sie zur Seekrankheit neigen, kann dies die Stimmung schnell trüben. Ein gut vorbereiteter Kapitän hat daher stets Medikamente gegen die Übelkeit an Bord. Den Patienten darauf hinweisen, sich mit den Augen eher auf das Wasser oder den Horizont zu konzentrieren, kann ebenfalls sehr hilfreich sein – damit das Gleichgewichtsorgan nicht durcheinanderkommt, ist es wichtig, die Bewegung bewusst wahrzunehmen.

Die Kontaktinformationen der jeweils zuständigen Wasserwacht sollten auf dem Boot gut sichtbar und zugänglich angebracht sein, und alle Passagiere darauf aufmerksam gemacht werden, bevor in See gestochen wird. Nur so kann im Problem- oder Notfall Ruhe bewahrt werden – im Gegensatz zum Straßenverkehr sind viele Mitfahrer häufig kaum mit dem Bootfahren vertraut und können so schnell in Panik geraten.